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Reichtumsreport 2026: Privatvermögen in Europa wächst, Deutschland liegt hinten

Noch nie war die Zahl der Millionäre weltweit so hoch wie im vergangenen Jahr.
Noch nie war die Zahl der Millionäre weltweit so hoch wie im vergangenen Jahr. Copyright  Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Veronika Schuerr
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Das weltweite Privatvermögen ist 2025 bereits das dritte Jahr in Folge gestiegen. Obwohl Deutschland 2,6 Millionen Millionäre zählt, liegt die Bundesrepublik beim Medianvermögen im internationalen Vergleich ganz hinten. Das zeigt der neue Global Wealth Report der Schweizer Großbank UBS.

Nach Angaben des vorgestellten Berichts stieg das globale Privatvermögen im Jahr 2025, in US-Dollar gerechnet, um 10,8 Prozent. Damit fiel das Wachstum mehr als doppelt so stark aus wie im Vorjahr. Im Jahr 2024 betrug der Zuwachs 4,6 Prozent.

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Besonders kräftig legte das Vermögen im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zu. Dort stieg das Privatvermögen um 17,5 Prozent. Es folgen Amerika mit 8,5 Prozent sowie der asiatisch-pazifische Raum mit 5,9 Prozent.

Europäisches Vermögen wächst schneller, Amerika bleibt reicher

Trotz des kräftigen Vermögenszuwachses im EMEA-Raum bleibt Nordamerika die vermögendste Region der Welt. Das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenen beträgt in Westeuropa inzwischen mehr als 330.000 US-Dollar (rund 281.000 Euro). In den Vereinigten Staaten liegt dieser Wert mit 696.277 US-Dollar (rund 592.000 Euro) mehr als doppelt so hoch. Für Nordamerika insgesamt errechnet die UBS ein durchschnittliches Vermögen von rund 660.000 US-Dollar (etwa 561.000 Euro) je erwachsener Person.

Auch die Zahl der Dollar-Millionäre entwickelte sich weltweit positiv. Im Jahr 2025 kamen nahezu eine Million neue Dollar-Millionäre hinzu. Der Zuwachs von rund 1,5 Prozent entspricht rechnerisch mehr als 2.600 neuen Vermögensmillionären pro Tag.

Allein in den USA gab es über 440.000 neue Dollar-Millionäre. Damit entfiel nahezu die Hälfte aller weltweit neu hinzugekommenen Millionäre auf die USA. Zusammen mit China vereinen die USA weiterhin mehr als die Hälfte des weltweiten Privatvermögens.

Europa profitiert von der Schwäche des Dollars

Die UBS weist darauf hin, dass der Anstieg des Vermögens außerhalb der USA maßgeblich durch das Erstarken des Euro im Vergleich zur US-Währung beeinflusst worden sei. Innerhalb der EMEA-Region verlief die Vermögensentwicklung jedoch keineswegs einheitlich. Während Osteuropa mit einem Vermögenszuwachs von 28,3 Prozent die höchsten Wachstumsraten verzeichnete, fiel der Anstieg im Nahen Osten und in Afrika mit 6,6 Prozent geringer aus.

Deutschland: 2,6 Millionen Millionäre, aber schwaches Vermögen der Mitte

Laut UBS gibt es in der Bundesrepublik rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre. Beim durchschnittlichen Vermögen liegt Deutschland vergleichsweise weit vorne: Mit rund 346.613 US-Dollar (rund 295.000 Euro) pro Erwachsenen belegt Deutschland in der UBS-Untersuchung Platz 14 im internationalen Vergleich. Damit liegt die Bundesrepublik vor Frankreich, das auf dem 15. Platz liegt.

Der Durchschnitt wird durch sehr hohe Vermögen am oberen Ende der Verteilung beeinflusst. Das Medianvermögen, das ist der Wert, der das Vermögen in zwei Hälften teilt, beträgt in Deutschland 53.485 US-Dollar (46.720 Euro). Im Vergleich mit den 30 vermögendsten Ländern liegt Frankreich im Mittelfeld, während Deutschland innerhalb dieser Gruppe das Schlusslicht bildet.

Deutlich höher fällt das Medianvermögen in Belgien aus, das mit Platz zwei weltweit auf eine vergleichsweise breite Vermögensverteilung hindeutet. Auch die Schweiz schneidet mit Rang acht deutlich besser ab. Zusätzlich verfügt die Schweizer Bevölkerung über das höchste Durchschnittsvermögen weltweit.

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