Mit der Sommerhitze steigen landesweit die Waldbrandgefahren. Besonders besorgt sind Behörden und Bewohner wegen des Feuers bei Vouzela; internationale Einsatzkräfte helfen bereits vor Ort.
Die Hitze hat das ganze Land erfasst, und mit ihr sind die Brände ausgebrochen, wobei der Brand bei Vouzela die Behörden und die dortige Bevölkerung derzeit am stärksten beunruhigt. Internationale Hilfe ist bereits eingetroffen und im Einsatz.
Zurzeit reagieren zwei Canadair-Löschflugzeuge aus Italien sowie 118 Feuerwehrleute mit 45 Einsatzfahrzeugen aus Spanien auf das Hilfeersuchen Portugals. Das Land hatte am Freitag den Europäischen Mechanismus für Katastrophenschutz aktiviert. Auch Marokko will zusätzliche Einsatzmittel schicken, im Rahmen bilateraler Abkommen mit Spanien und Marokko zur Zusammenarbeit im Katastenschutz.
In den vergangenen 24 Stunden wurden neun Menschen verletzt, zwei davon schwer, wie eine Bilanz der Nationalen Zivilschutzbehörde (ANEPC) zeigt, die für das gesamte portugiesische Festland eine Alarmstufe vom dritten bis zum sechsten Juli ausgerufen hat.
Die Einsatzkräfte, die in der Nacht zu Samstag in Portugal eingetroffen sind, konzentrieren sich auf den Brand bei Vouzela. Das Feuer wütet seit Mittwoch. Zugleich erlebt das Land eine starke Hitze; man rechnet örtlich mit Temperaturen von bis zu 44 °C.
Die 120 spanischen Feuerwehrleute und 45 Unterstützungsfahrzeuge helfen bereits den portugiesischen Einsatzkräften beim Löschen des Feuers, und die Luftunterstützung aus Spanien und Italien soll „ab Sonntag einsatzbereit sein“, sagte eine Sprecherin der Europäischen Kommission dem Sender RTP - Antena 1 (Quelle auf Portugiesisch).
„Europa steht an der Seite Portugals und seiner Bürger, die sich erneut verheerenden Waldbränden stellen müssen“, schrieb die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in den sozialen Netzwerken und bestätigte damit die Ankunft der europäischen Hilfe.
Der Brand, der in Vouzela im Distrikt Viseu ausgebrochen ist, hat bis 16.00 Uhr am Samstag bereits 11.000 Hektar Land zerstört, bis 16.00 Uhr am Samstag (Quelle auf Portugiesisch). Nach Angaben des ANEPC-Portals waren zu diesem Zeitpunkt 1.238 Feuerwehrleute mit 411 Fahrzeugen und sechs Luftfahrzeugen im Einsatz, um das Feuer bei Vouzela zu bekämpfen.
Die portugiesische Regierung hat Sondermaßnahmen verhängt. Dazu gehören ein Zugangsverbot für Wälder und Einschränkungen beim Einsatz bestimmter Maschinen in ländlichen Gebieten.