Die erste Halbzeitshow bei einem WM‑Finale vereint Shakira, Madonna, BTS, Justin Bieber, Coldplay und Gustavo Dudamel in einer beispiellosen Darbietung. Die Pause dauert eine halbe Stunde und rückt das Spiel zeitweise in den Hintergrund.
Das erste Halbzeit-Spektakel in der Geschichte eines WM-Finals verwandelte die Pause des Finalspiels Spanien gegen Argentinien in ein riesiges Musik-Event im Stil des Super Bowl. Die FIFA holte im MetLife Stadium in New York-New Jersey einige der größten Stars der internationalen Musikszene auf die Bühne und verlängerte die Unterbrechung auf fast eine halbe Stunde, um Platz für eine beispiellose Show zu schaffen.
Koordiniert von Chris Martin, dem Sänger von Coldplay, brachte die Show Shakira auf die Bühne, die die offizielle WM-Hymne "Dai Dai" sang. Außerdem traten unter anderem Madonna, BTS und Justin Bieber auf. Bieber passte den Text seines Songs "Everything Hallelujah" an und sang "it's the world cup hallelujah".
Mit von der Partie war auch der venezolanische Dirigent Gustavo Dudamel, begleitet von der New Yorker Philharmonie und dem Simón-Bolívar-Sinfonieorchester – ein seltenes Gastspiel klassischer Musik bei einer Show dieser Art.
Für das Spektakel war ein komplexes Bühnenkonstrukt auf dem Rasen nötig. Die Pause dauerte damit deutlich länger als die üblichen 15 Minuten und folgte dem Vorbild großer US-Sportevents. Die IFAB, das International Football Association Board, rät von so langen Unterbrechungen ab, doch das spezielle WM-Reglement erlaubte eine verlängerte Halbzeitpause. Nur so konnten die Auftritte, der Abbau der Bühne und die Vorbereitung des Spielfelds vor der Fortsetzung des Spiels ermöglicht werden.
Neben der künstlerischen Seite verortete die FIFA die Show in ihrer Solidaritätskampagne mit Global Citizen, die Spenden für Bildungsprojekte weltweit sammelt.
Das Finale, gespielt vor ausverkauftem Stadion bei Ticketpreisen von bis zu 35.000 Euro, bestätigte den Kurs des Verbands: Das wichtigste Fußballspiel der Weltmeisterschaft soll zu einem großen Unterhaltungsevent werden und neue Zielgruppen ansprechen.