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Spanien gewinnt nach packendem Finale gegen Argentinien zum zweiten Mal den WM-Titel

Ferran Torres schießt Spanien in der Verlängerung zum späten WM-Finalsieg gegen Argentinien.
Torres schießt Spanien in der Verlängerung zum WM-Titel gegen Argentinien Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Rafael Salido & Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Im packenden Finale in New Jersey setzt sich Spanien in der Verlängerung gegen Argentinien durch, beendet dessen WM-Ära und holt den Pokal zum zweiten Mal.

Ferran Torres sichert Spanien am Sonntag mit dem einzigen Tor des Finals den zweiten WM-Titel. In der Verlängerung reagiert er im Strafraum am schnellsten auf einen freien Ball und hämmert ihn aus kurzer Distanz ins Netz. Nach mehr als 100 Minuten fällt damit endlich der entscheidende Treffer.

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Das Team von Luis de la Fuente erwischt den besseren Start, hat mehr Ballbesitz und sucht konsequent die Lücken zwischen den Linien gegen eine gut organisierte Abwehr Argentiniens.

Die erste klare Chance ergibt sich nach fünf Minuten: Lamine Yamal spielt mit Dani Olmo einen Doppelpass und zwingt Torhüter Emiliano „Dibu“ Martínez aus kurzer Distanz zu einer Parade. Wenig später sorgt Yamal nach einem perfekt dosierten Zuspiel von Rodri erneut für Gefahr, doch Argentiniens Abwehr klärt.

Die Mannschaft von Lionel Scaloni setzt auf schnelle Konter über Lionel Messi und Julián Álvarez, scheitert aber immer wieder an Spaniens Torhüter Unai Simón, der mutig herausläuft und mehrere brenzlige Angriffe entschärft.

Spanien bestimmt weiter das Tempo, dirigiert von Rodri im Mittelfeld. Álex Baena, Mikel Oyarzabal und Marc Cucurella finden vor allem über die linke Seite immer wieder freie Räume.

Marc Cucurella drückt über die gesamte Partie nach vorne, Spanien sucht das Führungstor.
Marc Cucurella drückt über die gesamte Partie nach vorne, Spanien sucht das Führungstor. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Die Partie wird im Verlauf der ersten Halbzeit zunehmend körperbetont. Zudem haben die Spieler mit einem trockenen, unebenen Rasen und hohen Temperaturen zu kämpfen.

Schiedsrichter Slavko Vinčić lässt nach einem robusten Einsteigen von Nicolás Tagliafico gegen Lamine Yamal zunächst weiterlaufen, verwarnt später aber Lisandro Martínez, nachdem dieser Oyarzabal im spanischen Konter zu Fall bringt. Martínez verletzt sich kurz vor der Pause und muss gegen Nicolás Otamendi ausgewechselt werden.

Spanien beendet die erste Hälfte druckvoll: Oyarzabal zwingt Martínez zu einer weiteren Parade, kurz darauf setzt Cucurella einen wuchtigen Schuss knapp am Pfosten vorbei.

Argentinien kommt über einige Angriffe über die rechte Seite und einzelne Aktionen von Messi und Álvarez nur selten gefährlich nach vorn. Zur Pause steht es in einem ausgeglichenen Finale weiter null zu null.

Zweite Halbzeit ohne Tore, Spannung steigt

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt das Bild ähnlich: Spanien hat mehr Ballbesitz, Argentinien setzt auf aggressives Pressing und eine harte Gangart.

Scaloni reagiert direkt und bringt Leandro Paredes. Dessen Einwechslung erhöht die Intensität weiter. Der Mittelfeldspieler sieht schnell Gelb, nachdem er Rodri abseits des Balles trifft, und ist in mehrere hitzige Diskussionen verwickelt, weil die Partie durch Fouls und Unterbrechungen immer wieder zerfällt.

Spanien zieht den Griff um das Spiel allmählich enger und erspielt sich eine Reihe von Chancen, um die Null zu sprengen. Álex Baena versucht es aus der Distanz, einen Freistoß von Lamine Yamal blockt die Mauer, und Dani Olmo prüft Emiliano Martínez mit einem flachen Schuss, der unmittelbar vor dem Torhüter tückisch aufspringt.

Auch nach Standardsituationen bleibt Spanien gefährlich. Nach mehreren Ecken tauchen Marc Cucurella, Pedro Porro und Pau Cubarsí immer wieder vorne auf.

Luis de la Fuente bringt frische Kräfte: Pedri und Ferran Torres kommen für Fabián Ruiz und Mikel Oyarzabal. Später ersetzt er Dani Olmo und Baena durch Nico Williams und Mikel Merino.

Scaloni antwortet mit Nahuel Molina, Facundo Medina und Giuliano Simeone. Sie sollen den spanischen Druck auffangen und zugleich über Messi und Álvarez Konter ermöglichen. Doch Spaniens Abwehr um Cubarsí, Aymeric Laporte und Torhüter Unai Simón lässt Argentinien kaum klare Abschlüsse zu.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit erhöht Spanien den Druck weiter. Ferran Torres köpft direkt in die Arme von Martínez, anschließend testen Pedri und Cubarsí den argentinischen Torhüter erneut. Laporte verpasst nach einer Ecke per Kopf nur knapp.

In der Nachspielzeit kippt die Stimmung: Enzo Fernández sieht nach einem rücksichtslosen Foul an Cubarsí die zweite Gelbe Karte und fliegt vom Platz. Argentinien spielt nur noch mit zehn Mann. Spanien drückt auf den späten Siegtreffer, doch Martínez und die tief stehende Defensive halten stand, während die Emotionen hochkochen.

Torres trifft in der Verlängerung: Spanien holt zweiten WM-Titel

Auch die Verlängerung beginnt ohne Durchbruch. Beide Teams kämpfen weiter um die Kontrolle, klare Chancen bleiben zunächst Mangelware. Im zweiten Abschnitt der Extra-Zeit findet Spanien dann endlich das ersehnte Tor.

In der 106. Minute legt Lamine Yamal den Ball am rechten Strafraumeck auf Pedro Porro ab. Der Verteidiger flankt an den zweiten Pfosten. Unter Druck von Nahuel Molina verzichtet Nico Williams auf den direkten Kopfball aus spitzem Winkel und legt stattdessen per Kopf in die Mitte zurück. Ferran Torres kommt angerauscht und trifft mit einem wuchtigen Linksschuss unter die Latte.

Argentinien wirft in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne, doch der späte Sturmlauf reicht nicht, um Spanien den Titel zu entreißen.

Mit dem Schlusspfiff steht fest: Spanien ist zum zweiten Mal Weltmeister, bleibt im gesamten Turnier ungeschlagen und beendet die Regentschaft Argentiniens.

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