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Donaupegel steigt in letzter Minute: Ungarns AKW entgeht knapp dem Aus

Seit Tagen berichten Medien über eine mögliche Komplettabschaltung des Atomkraftwerks Paks.
Seit einigen Tagen dominieren Berichte über eine mögliche vollständige Abschaltung des Atomkraftwerks Paks. Copyright  MTI
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Von Nora Shenouda mit MTI
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Die letzte Turbine von Ungarns wichtigstem Atomkraftwerk läuft weiter, aber die Lage bleibt angespannt. Wegen des extrem niedrigen Donaupegels ruft die Regierung Unternehmen und Bevölkerung dazu auf, vor allem abends Strom zu sparen.

Péter Magyar erklärte, das Kraftwerk habe gegen 1.30 Uhr nachts nur noch "wenige Millimeter" vor einer vollständigen Abschaltung gestanden. Der Wasserstand sei dann jedoch nicht weiter gesunken und bis zum Morgen sogar um rund eineinhalb Zentimeter gestiegen. Seinen Eintrag beendete der Ministerpräsident mit den Worten: "Auf nach Paks!"

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Kapitány: Kraftwerk Dunamenti arbeitet sicher

Das Kraftwerk Dunamenti arbeite sicher, und die letzte Turbine des Atomkraftwerks Paks sei weiterhin in Betrieb, teilte Wirtschafts- und Energieminister István Kapitány am Dienstag auf Facebook mit.

"Auch der Stromimport ist gesichert, und dank der gemeinsamen Anstrengungen ist der Verbrauch gesunken", erklärte Kapitány.

Bereits am Montagabend hatte Péter Magyar erklärt, dass keine strengeren Eingriffe erforderlich seien, sofern das derzeitige Sparniveau gehalten werde. Der Ministerpräsident äußerte sich nach einer Sitzung der Einsatzgruppe aus der Leitzentrale des Übertragungsnetzbetreibers MAVIR.

"Wir hoffen, dass wir diesen Vorsprung in den weiteren kritischen Stunden des Tages und in den kommenden Tagen halten können", sagte er in einem auf Facebook veröffentlichten Video.

Der Wasserstand bei Paks stagniere derzeit, erklärte Magyar. "Wir stehen genau an der Grenze. (...) Ich stehe in ständigem Kontakt mit der Leitung des Atomkraftwerks Paks. Auch in der Nacht erhalte ich Berichte, und bei jeder wichtigen Veränderung informiere ich das Land sofort."

Der Ministerpräsident rief Unternehmen dazu auf, weiter Energie zu sparen. Zugleich betonte er, es gebe noch Firmen, von denen die Regierung eine freiwillige Beteiligung an der nationalen Solidarität erwarte. Wenn möglich, sollten sie ihren Beitrag erhöhen und ihren Energieverbrauch noch stärker drosseln.

Als Beispiel nannte Magyar das Isoglukosewerk KALL Ingredients Kft., das dem Umfeld von Lőrinc Mészáros zugerechnet wird. Das Unternehmen habe staatliche Beihilfen und günstige Kredite in zweistelliger Milliardenhöhe erhalten. Nach Angaben des Ministerpräsidenten habe KALL Ingredients bislang nicht darauf geantwortet, ob es bereit sei, seinen Verbrauch von 13 Megawatt freiwillig zu reduzieren.

Magyar warnte zudem, der Mittwoch könne Prognosen zufolge zu einem der schwierigsten Tage werden. Dann könnten Hitze in Gebäuden und aufgeheizter Asphalt den Stromverbrauch zusätzlich in die Höhe treiben.

"Sehr viel wird dann von dem bewussten Verhalten abhängen, das ungarische Unternehmen und Bürger in den vergangenen Tagen bereits gezeigt haben", betonte Magyar. "Ich rufe die Unternehmen von hier aus auf, ihre freiwilligen Verbrauchsreduzierungen zwischen 17 und 22 Uhr die ganze Woche über vollständig einzuhalten."

Auch die Bevölkerung bat er, in diesen Stunden an den kommenden Tagen weiterhin so weit wie möglich Strom zu sparen.

Die Behörden beobachteten fortlaufend den Pegel der Donau, die Niederschläge im Einzugsgebiet des Flusses sowie die Entwicklung des Gleichgewichts zwischen Stromerzeugung und Verbrauch, sagte Magyar. Er rief die Menschen dazu auf, sich ausschließlich aus verlässlichen Quellen zu informieren und keine unbegründeten Gerüchte oder Falschinformationen zu verbreiten.

Zugleich dankte der Ministerpräsident den ungarischen Unternehmen und Bürgern für ihre verantwortungsvolle Haltung. "Wir schaffen das. Gemeinsam schützen wir Ungarn und gehen gestärkt aus dieser schwierigen Zeit hervor", sagte er.

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