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UEFA droht FIFA weiter mit Boykott: Infantino-Entschuldigung "ändert nichts"

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin (rechts) und FIFA-Präsident Gianni Infantino posieren beim 48. UEFA-Kongress in Paris am Donnerstag, 8. Februar 2024.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (rechts) und FIFA-Präsident Gianni Infantino posieren beim 48. UEFA-Kongress in Paris am Donnerstag, dem achten Februar 2024. Copyright  Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach dem Krisentreffen in Marokko erklärt die FIFA, es habe Fehler gegeben, sie stehe aber voll und ganz hinter Präsident Infantino. Die UEFA droht daraufhin erneut mit dem Boykott von kommenden FIFA-Weltmeisterschaften.

Der europäische Fußballverband UEFA droht weiterhin mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben. Zuvor hatte der Weltverband sich für den Umgang mit einem geplanten privaten Investitionsmodell des umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino entschuldigt.

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In einer Mitteilung am Donnerstag erklärte die UEFA: "Die UEFA-Verbände haben ganz klar die Bedingungen genannt, unter denen sie nicht an FIFA-Wettbewerben teilnehmen."

"Erstens mussten die Pläne zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens brauchte es die Zusicherung, dass Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden", hieß es weiter. "Diese Bedingungen sind nicht erfüllt."

FIFA-Krisensitzung in Marokko

Am Mittwoch traf sich FIFA-Präsident Gianni Infantino mit weiteren Spitzenvertretern des Verbandes in Marokko zu einer Krisensitzung. Thema waren der gescheiterte Vorschlag für das 20 Milliarden Dollar schwere Projekt "FIFA Forward Enterprise" (FFE) und die Frage, wie der Weltverband nun weitermachen soll.

Die FFE sollte als neue Tochtergesellschaft die kommerziellen Geschäfte und Veranstaltungen der FIFA übernehmen. Externe Investoren sollten Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollrechte erhalten. Der Plan löste weltweit heftigen Widerstand im Fußball aus. Die UEFA kündigte damals an, dass ihre 55 Mitgliedsverbände FIFA-Wettbewerbe boykottieren werden, "solange diese Pläne weiterverfolgt werden".

Nach den Gesprächen in Rabat veröffentlichte die FIFA jedoch eine Erklärung. Demnach genießt Infantino die "volle Unterstützung" von Generalsekretär Mattias Grafström und den Mitgliedern des FIFA-Managementausschusses.

Zugleich räumte die FIFA ein, beim Umgang mit der FFE "Fehler" gemacht zu haben, und erklärte, sie habe sich bei den Mitgliedsverbänden entschuldigt.

Fußballverband: "Missbrauch präsidialer Macht"

Zur Erklärung vom Mittwoch sagte die UEFA am Donnerstag: "Die Ankündigung, dass einige vom FIFA-Präsidenten beschäftigte Personen – deren Karriere von seiner Gunst abhängt – ihm zustimmen, ändert nichts."

Auch die Spielergewerkschaft FIFPRO, die weltweit Profifußballer vertritt, veröffentlichte am Donnerstag eine scharfe Stellungnahme zur FFE und zum Treffen in Marokko. Der Verband sprach von "nicht nur einem bloßen Versagen der Verbandsführung", sondern von einem "tiefgreifenden Missbrauch präsidialer Macht".

"Wir haben den internen Bericht der FIFA zu ihrem Treffen in Rabat, Marokko, mit großer Sorge zur Kenntnis genommen", erklärte FIFPRO. "Anstatt sich mit den Vorgängen auseinanderzusetzen, bekräftigt der Bericht die Unterstützung für die Verbandsspitze und reduziert ein grundlegendes Governance- und Satzungsversagen auf Fragen von 'Prozessen und Kommunikation', die lediglich 'verbessert‘ werden sollen."

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