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Polens "Kopfgeldjäger" schnappen einen der meistgesuchten Verbrecher Europas - bei Renovierungsarbeiten

Die Polizei nahm den Mann mitten im Wohnungsumbau fest.
Die Polizei nahm den Mann bei der Wohnungsrenovierung fest. Copyright  lubelska.policja.gov.pl
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Von Tomasz Lezon
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Er stand auf Europas Liste der meistgesuchten Verbrecher und wurde bei Renovierungsarbeiten in einer Wohnung im Zentrum von Warschau gefasst.

Gegen den 47-Jährigen hatte das Regionalgericht in Zamość in Polen schon im Jahr 2021 einen Haftbefehl erlassen. Es folgten ein Europäischer Haftbefehl und eine sogenannte Red Notice von Interpol. Trotzdem blieb der Mann jahrelang untergetaucht.

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"Kopfgeldjäger" im Einsatz

Den Fall übernahm dann die Abteilung für Personenfahndung und -identifizierung in Lublin. Diese Spezialisten werden auch "Kopfgeldjäger" genannt. Zunächst fanden sie heraus, dass sich der Gesuchte in Italien aufhielt. Ende 2025 schalteten sich zudem weitere Beamte aus dem Kriminalbüro der polnischen Polizeizentrale in die Ermittlungen ein, die zum "European Network of Fugitive Active Search Teams" (ENFAST) gehören.

Im Rahmen einer Kampagne von Europol und ENFAST erschien das Foto des 47-Jährigen auf der Webseite "Europe’s Most Wanted Fugitives List", die Informationen über Europas meistgesuchte Straftäter bündelt. Der Verdächtige gehörte zu nur drei Personen, die für die nächste Kampagne mit dem Motto "Hilf uns, sie zu finden" ausgewählt wurden.

Den Durchbruch brachten komplexe operative Maßnahmen der Polizei in Lublin.

Die Ermittler stellten fest, dass sich der Gesuchte inzwischen in Warschau aufhielt. Die Spur führte sie zu einer Wohnung im Stadtzentrum, wo der 47-Jährige festgenommen wurde. Der völlig überraschte Mann war gerade mit Renovierungs- und Ausbauarbeiten beschäftigt.

Der Mann landete auf der Liste „Europe’s Most Wanted Fugitives“
Der Mann landete auf der Liste „Europe’s Most Wanted Fugitives“ lubelska.policja.gov.pl

Nach den Erkenntnissen der polnischen Polizei hat der Mann in der Vergangenheit unter Gewaltanwendung ein minderjähriges Mädchen unter 15 Jahren zu einer sexuellen Handlung gezwungen. Er drohte ihr zudem mit dem Tod, falls sie die Tat offenlegt.

Der 47-Jährige ist inzwischen in Haft und wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er die verhängte Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verbüßen soll.

Die "Europe’s Most Wanted Fugitives List“ ist eine Initiative des europäischen Fahndungsnetzwerks ENFAST, unterstützt von Europol. Ziel ist es, die Öffentlichkeit stärker in die Suche nach den gefährlichsten Straftätern einzubinden.

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