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„Hab’s auf TikTok gesehen“: 48 Prozent der Gen Z holen sich Reiseideen dort

Visuelle und kurze Inhalte prägen, wohin Reisende fahren, welche Aktivitäten sie planen und wie sie ihre Urlaubsideen umsetzen.
Visuelle Inhalte und Kurzformate prägen, wohin Reisende fahren, was sie unternehmen und wie sie ihre Urlaubsträume planen. Copyright  TUI
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Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Viele junge Reisende aus der Generation Z entdecken, buchen und teilen ihren Urlaub inzwischen über TikTok. Fast die Hälfte holt sich dort Inspiration.

Früher – so lange ist das gar nicht her, ich bin schließlich Millennial – holte ich mir Reiseideen vor allem von Familie und Freunden. Dazu kamen ein YouTube-Vlog oder ein schneller Scroll durch Pinterest-Fotos. Heute ist das grundlegend anders.

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Jetzt bestimmen vor allem Kurzvideos auf TikTok, wohin Menschen reisen und was sie dort unternehmen. Besonders stark wirkt das bei Gen Z-Reisenden, also bei Jahrgängen zwischen 1997 und 2012.

TUI Musement hat untersucht, wie soziale Medien beeinflussen, wie Menschen ihren Urlaub entdecken, buchen, erleben und anschließend teilen.

Für die Studie befragte TUI Musement Menschen in Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich. Fast die Hälfte der Gen-Z-Teilnehmer, nämlich 48 Prozent, nannte TikTok als Inspiration für die nächste Reise. Damit lag die App vor Tipps von Freunden und Familie, die 43 Prozent erreichten.

Nach Einschätzung von TUI Musement zeigt das: Visuelle Inhalte und kurze Clips werden immer wichtiger, wenn Reisende neue Ziele suchen, Aktivitäten planen und ihre Urlaubsträume Wirklichkeit werden lassen.

Insgesamt sagten mehr als vier von zehn Reisenden, also 43 Prozent, ein viraler Beitrag oder ein Video habe sie dazu gebracht, eine Reise zu buchen oder an einer Aktivität teilzunehmen. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei uns Millennials: 52 Prozent gaben das an, leicht mehr als bei Gen Z mit 50 Prozent.

Auch Influencer spielen eine klare Rolle: 43 Prozent der Befragten sagten, die von ihnen verfolgten Content-Creator beeinflussten ihre Entscheidung, wohin sie reisen und was sie dort unternehmen. 27 Prozent gingen sogar so weit, ihr Reiseziel aufgrund einer Empfehlung zu ändern.

„Ein einziges Bild oder Video kann heute eine Reise auslösen. Deshalb haben wir unseren Fokus darauf verstärkt, wie wir unsere Zielgruppe über Plattformen wie Instagram und TikTok am besten erreichen und einbinden können“, sagte Mirco Fiumene, Managing Director Experiences & CMO bei TUI Musement.

Der Einfluss sozialer Medien endet offenbar nicht, sobald ein Reiseziel gewählt und erreicht ist.

Im Zeitalter des endlosen Scrollens wächst der Druck, das perfekte Urlaubsfoto zu posten. Mehr als ein Drittel, 37 Prozent, fühlt sich verpflichtet, die Reise auf dem eigenen Profil aufregender aussehen zu lassen. Bei Gen Z steigt dieser Anteil auf fast die Hälfte, nämlich 45 Prozent.

Bei manchen beeinflusst die Suche nach dem perfekten Post sogar das Programm. Fast vier von zehn Reisenden, 39 Prozent, gaben an, einen touristischen Hotspot vor allem aufgesucht zu haben, um dort ein Foto zu machen oder ein Video aufzunehmen. 37 Prozent sagten, sie zögen zumindest gelegentlich Insta-bekannte Orte den weniger bekannten Geheimtipps eines Reiseziels vor.

Bleibt damit die Frage: Geht es im Urlaub noch darum, wo man ist – oder darum, wie die Reise später im eigenen Feed aussieht?

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