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Boom bei Jobs in britischen Fußballklubs: Nachfrage nach Datenanalysten steigt

Archivbild: Liverpool-Spieler tragen Trikots mit der Rückennummer sieben für Kevin Keegan vor dem Premier-League-Spiel gegen Newcastle am 23. August 2026.
Archivfoto: Liverpool-Spieler tragen Trikots mit der Rückennummer sieben und dem Namen Kevin Keegan vor dem Premier-League-Spiel gegen Newcastle am 23. August 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved. (AP Photo/Ian Hodgson)
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved. (AP Photo/Ian Hodgson)
Von Servet Yanatma
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Britische Fußballklubs schreiben so viele Stellen aus wie nie zuvor. Die Zahl der Jobs wächst rasant, besonders im Bereich Datenanalyse.

Fußball entwickelt sich immer stärker zu einem Geschäftsfeld für internationale Investorinnen und Investoren. Technologie gehört inzwischen fest zum Sport. Die weltweite Jobplattform Indeed berichtet, dass die Zahl der Neueinstellungen bei Fußballklubs im Vereinigten Königreich seit 2018 auf das Dreifache gestiegen ist.

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Stellen im Bereich Daten und Analyse machen inzwischen einen Rekordwert von drei Komma zwei Prozent der Einstellungen von Profiklubs aus. Ihr Anteil hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt, weil die Klubs verstärkt Fachleute einstellen, die Personalgewinnung, Leistungssteuerung und taktische Entscheidungen mitgestalten.

Die Auswertung bezieht sich zwar auf das Vereinigte Königreich, doch der europäische Fußball ist eng vernetzt. Daten und Analysen prägen auch die Spitzenligen in Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich.

So entwickelte sich LALIGA in Spanien 2024 zum Epizentrum von Big Data im Fußball. „Daten revolutionieren die Fußballbranche, die Klubs nutzen sie sowohl zur Spielvorbereitung als auch für die Analyse nach dem Abpfiff“, heißt es in einer Mitteilung von LALIGA.

„Zudem hilft diese Datengrundlage im Rahmen der finanziellen Kontrollregeln den Klubs, Schlüsselspieler im Wettbewerb zu identifizieren. So können sie im Transfermarkt gezielter und klüger agieren.“

Nach Angaben von Indeed veröffentlichten Profifußballklubs 2025 insgesamt 714 Stellenanzeigen je Million Jobs im Vereinigten Königreich. 2018 waren es noch 247. Die Zahl hat sich damit zwischen 2018 und 2025 fast verdreifacht.

Für 2026 erwartet Indeed einen weiteren Anstieg. Demnach könnten es 722 Stellenanzeigen je Million Jobs im Vereinigten Königreich werden.

„Fußballklubs sind längst nicht mehr nur sportliche Institutionen. Sie sind komplexe Medien-, Daten- und Wirtschaftsunternehmen, und das spiegelt sich in ihrer Personalsuche wider. Neben Trainerinnen und Trainern stellen die Klubs Köchinnen und Köche, Ordner, Marketingfachleute, Community-Beauftragte und zunehmend Datenanalystinnen und -analysten ein“, sagt Jack Kennedy, leitender Ökonom bei Indeed.

Fußballjobs: größerer Anteil an kleinerem Arbeitsmarkt

Die Zahl der Einstellungen in Fußballklubs steigt, doch insgesamt bleibt der Fußball laut Indeed ein kleiner Teil des Arbeitsmarkts. Nur null Komma null sieben Prozent der Stellenanzeigen im Vereinigten Königreich entfallen auf diesen Bereich.

Im Einzelhandel liegt der Anteil bei vier Prozent, in der Softwareentwicklung bei rund zwei Komma drei Prozent. Der Fußball bewegt sich eher in der Größenordnung eines Spezialsektors wie der Luftfahrt.

„Die Einstellungspraxis der Klubs ist insgesamt relativ stabil geblieben. Dadurch machen Fußballvereine heute einen größeren Anteil an einem insgesamt kleineren Kuchen aus“, so Kennedy.

Fußballklubs: welche Jobs gefragt sind

Sport- und Trainerjobs bleiben die größte Kategorie bei den Klub-Stellen. Zwischen Juli 2025 und Juni 2026 entfielen laut Indeed elf Komma null Prozent der professionellen Fußballjobs im Vereinigten Königreich auf diese Berufsgruppe.

Dazu zählen Tätigkeiten in der Trainingsarbeit, Fußballtrainerinnen und -trainer, allgemeines Sportcoaching, Teammanagerinnen und -manager sowie Personal Trainer.

Auch Küche und Service erreichen mit zehn Komma acht Prozent einen zweistelligen Anteil. Managementpositionen kommen auf neun Komma sieben Prozent.

Verwaltungs- und Assistenzaufgaben machen sechs Komma null Prozent der Fußballstellen aus, gefolgt von Therapieangeboten mit drei Komma acht Prozent und Vertrieb mit drei Komma sieben Prozent. Auch Kunst und Unterhaltung sowie Marketing kommen jeweils auf mehr als drei Prozent.

Daten- und Analysejobs gewinnen an Gewicht

Stellen im Bereich Daten und Analyse belegen in den Jobanzeigen der Klubs Rang neun und kommen auf einen Anteil von drei Komma zwei Prozent. Trotz dieses vergleichsweise kleinen Anteils haben sie sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer Schlüsselrolle im Profifußball entwickelt.

Ihr Anteil hat sich mehr als verdoppelt – von ein Komma fünf Prozent im Jahr 2018 auf drei Komma zwei Prozent im Zeitraum bis Juni 2026.

Zu den gefragtesten Berufsbezeichnungen zählen Performance Analyst, Analyst, Data Scientist, Data Analyst und Praktikantinnen und Praktikanten im Bereich Data Science.

„Was mit einfachem Leistungs-Tracking begonnen hat, unterstützt heute Spielerscouting, taktische Vorbereitung, Prävention von Verletzungen und die kommerzielle Strategie“, erklärt Kennedy.

„Die Herausforderung besteht nicht darin, Daten zu sammeln, sondern sie richtig zu nutzen. Klubs, die analytische Erkenntnisse in bessere Entscheidungen auf dem Trainingsplatz, auf dem Transfermarkt und an der Seitenlinie übersetzen, setzen sich zunehmend vom Wettbewerb ab.“

Mitarbeiterzahl teils vierzigmal so hoch wie der Kader

Die Zahl der Beschäftigten in Fußballklubs variiert stark.

Einige der größten Klubs beschäftigen laut Indeed inzwischen bis zu 1.000 Mitarbeitende. Das entspricht etwa dem Vierzigfachen eines Premier-League-Spielerkaders.

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