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Dog Stars und Dark Matter: Kulturtipps für Europa in dieser Woche

Interpol-Sänger Paul Banks – Margaret Qualley in „The Dog Stars“ – Asta Nørregaard, „Selbstbildnis“, 1989
Interpol-Frontmann Paul Banks – Margaret Qualley in „The Dog Stars“ – Asta Nørregaard, „Selbstbildnis“, 1989. Copyright  Associated Press — Photo by Fabio Lovino/20th Century Studios — Oslo Museum / Rune Aakvik / Public Domain
Copyright Associated Press — Photo by Fabio Lovino/20th Century Studios — Oslo Museum / Rune Aakvik / Public Domain
Von Amber Louise Bryce
Zuerst veröffentlicht am
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Von den Porträts der Norwegerin Asta Nørregaard bis zur postapokalyptischen Action in Ridley Scotts „The Dog Stars“ – das steht diese Woche auf dem Kulturprogramm.

Der August neigt sich dem Ende zu, eine neue Jahreszeit kündigt sich an – aber mit dem Pumpkin-Spice-Latte sollten Sie noch ein wenig warten.

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Der Sommer hält sich noch ein wenig. Mit ihm kommen ungewöhnliche Ausstellungen, verblüffende Serien und Blockbuster-Action.

Die Spannbreite reicht von der zweiten Staffel des Multiversum-Thrillers „Dark Matter“ auf Apple TV+ bis zum neuen, melancholisch-introspektiven Studioalbum von Interpol. Diese Woche bietet genug frischen Stoff, um die langsam schwächer werdende Sommersonne zu begleiten.

Nicht zu vergessen: unsere Liste der besten Ausstellungen in Europa – einige enden bald, also nichts wie hin. Und für alle, die beim Musikhören lieber gegen den Strom schwimmen, könnte unsere Rangliste der meistüberschätzten Alben zwar keine Empfehlung sein, aber vielleicht Anlass, manche Platte noch einmal aufzulegen.

Bis zum nächsten Mal hier die wichtigsten Neuerscheinungen der kommenden Tage.

Ausstellungen und Veranstaltungen

Asta Nørregaard: Truth and Beauty

Asta Nørregaard, „Maggie ready to travel“, 1881
Asta Nørregaard, „Maggie ready to travel“, 1881 Photo: National Museum / Jacques Lathion

Wann: Bis 18. Oktober

Wo: Nationalmuseum (Oslo, Norwegen)

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Asta Nørregaard zu einer der bekanntesten Porträtmalerinnen Norwegens. Nach ihrem Studium in Deutschland porträtierte sie unter anderem ihren Künstlerkollegen Edvard Munch und den norwegischen Monarchen König Haakon VII. Sie stellte ihre Modelle mit feinem Detail und sanften Pastelltönen dar. Diese Werke bilden das Herz der Schau im Nationalmuseum, das zudem Nørregaards sicheren Blick für Mode und ihre lange unterschätzten religiösen Bilder hervorhebt. Für Kennerinnen und Kenner ebenso wie für Neulinge ist es eine seltene Gelegenheit, die ganze Bandbreite einer bislang übersehenen Karriere zu entdecken – und ihre Bedeutung neu einzuordnen. Mehr Infos gibt es hier. (Quelle auf Englisch)

Jürgen Addiers: I Have No Idea What I Am Doing

Wann: 27. August bis 20. September 2026

Wo: M HKA – Museum für zeitgenössische Kunst (Antwerpen, Belgien)

Den Titel von Jürgen Addiers' neuer Ausstellung vergisst man nicht so schnell. Er prangt nicht nur in einer Skulptur aus Metallsphären, die von der Decke des Museums hängt. Es ist auch ein Satz, den wohl jede und jeder schon einmal gedacht hat.

Doch wie Addiers betont, ist das gar nicht schlimm. Das Unbekannte birgt eine eigene Freiheit. Es ist ein Raum, in dem Experimente möglich sind und die Fantasie wächst. In seinen Mixed-Media-Arbeiten, absurden Collagen und abstrakten Installationen mischen sich Humor und Zweifel. Gemeinsam machen sie die bizarren Widersprüche unserer Existenz sichtbar. Mehr Infos gibt es hier. (Quelle auf Englisch)

Zusätzlicher Tipp: Wer Monet und Renoir liebt, sollte die Ausstellung „Painting Side by Side“ in der National Gallery (Quelle auf Englisch) in London nicht verpassen; sie läuft nur noch bis zum 15. September.

Filme

The Dog Stars

Wo: Kinos

Wann: 28. August

Ein Virus hat fast die gesamte Menschheit ausgelöscht. Der Pilot Hig (Jacob Elordi) verschanzte sich mit seinem Hund und seinem bewaffneten Freund Brangley (Josh Brolin) in einem verlassenen Flughafenhangar. Sie meiden gewalttätige Plünderer und kämpfen mit ihren Traumata, bis ein rätselhafter Funkspruch neue Hoffnung weckt. Hig macht sich auf eine gefährliche Reise ins Unbekannte. Die Vorlage liefert der postapokalyptische Roman gleichen Namens von Peter Heller, die Verfilmung inszeniert Ridley Scott. Neben Elordi und Brolin sind unter anderem Margaret Qualley, Guy Pearce und Allison Janney zu sehen.

Zusätzlicher Tipp: Gregg Arakis I Want Your Sex, eine bombastische Ode an die Lust, startet in den Kinos in Großbritannien und Irland.

Serien

Dark Matter (Staffel zwei)

Wo: Apple TV+

Wann: 28. August

Die Serie basiert auf dem Bestsellerroman „Dark Matter“ von 2016 von Blake Crouch. Im Zentrum steht der Physiker Jason Dessen (Joel Edgerton), dessen Leben aus den Fugen gerät, als er in eine alternative Realität entführt wird. Die Geschichte denkt über Existenz und Identität nach und darüber, wie dünn der Schleier zwischen unseren Entscheidungen und möglichen Lebenswegen ist. Das Multiversum wird so zur Metapher für tief sitzende psychologische Ängste. In Staffel zwei entfernen sich die Figuren vom ursprünglichen Stoff. Zugleich festigt Apple TV+ seinen Ruf als derzeit wichtigster Anbieter für Science-Fiction-Serien.

Zusätzlicher Tipp: Die fünfte und letzte Staffel der Teen-Mysteryserie „Outer Banks“ ist jetzt bei Netflix verfügbar.

Musik

Interpol: This Mirror Weighs a Ton

Wann: 28. August

Die US-Post-Punk-Band Interpol meldet sich mit ihrem achten Studioalbum zurück, dem Nachfolger von „The Other Side of Make-Believe“ aus dem Jahr 2022. Feine Instrumental-Schichten, schweifende Harmonien und Lo-Fi-Klagelieder ergeben eine oft geisterhafte Song-Sammlung, die zugleich ruhig und atmosphärisch wirkt – wie ein langsames Hinabgleiten in einen sanften Abgrund. Es ist zudem eines der bisher experimentierfreudigsten Alben der Band.

Weitere Tipps: Die Darkwave-Formation Boy Harsher legt am 28. August ihr viertes Album „Get Mean“ vor. Wer es rockiger mag, kann am selben Tag in „I Must Be Dreaming“ von Alabama Shakes hineinhören.

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