Iranische Medien berichten, dass US-Streitkräfte am Samstagmorgen einen iranischen Öltanker getroffen haben – einen Tag nachdem Teheran Raketen in Richtung Straße von Hormus abgefeuert haben soll.
Iranische Medien berichten, dass ein iranischer Öltanker am Samstagmorgen nahe der Insel Kharg, unweit der Straße von Hormus, von US-Streitkräften getroffen wurde.
Nach denselben ersten Meldungen waren mehrere Explosionen zu hören. Die Besatzung wird von Bord gebracht, bislang gibt es keine Berichte über Verletzte oder Tote.
Offizielle Stellen in den USA und im Iran haben sich bislang nicht geäußert.
Der Vorfall geschieht einen Tag nach mutmaßlichen Anti-Schiffs-Raketenabschüssen Teherans gegen Schiffe in der Straße von Hormus. Iranische Medien nannten weder konkrete Ziele noch mögliche Schäden der mutmaßlichen Angriffe.
Die Auseinandersetzungen zwischen beiden Staaten flammten am vergangenen Sonntag wieder auf, nachdem US-Truppen iranische Raketenstellungen in der Straße von Hormus angegriffen hatten. Die Meerenge gilt als strategischer Engpass für den weltweiten Energietransit und steht seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar im Zentrum der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, es habe „begrenzte, präzise Maßnahmen“ gegen Minenleger-Einheiten der Revolutionsgarden ergriffen, die nach seiner Darstellung eine „unmittelbare Bedrohung“ in der Wasserstraße dargestellt hätten.
Die Revolutionsgarden bestätigten Angriffe auf die Insel Larak und kündigten Vergeltung an. Später griffen sie nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in mehreren Ländern des Nahen Ostens an.
CENTCOM-Truppen flogen am Dienstag eine weitere Angriffswelle. Ziel waren nach US-Angaben Luftabwehrstellungen der Revolutionsgarden, Minenlegekapazitäten, Radarsysteme, Schiffe und Marineeinrichtungen.
Die US-Armee begründete den Einsatz mit „jüngsten versuchten Angriffen der Revolutionsgarden auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus“.