Staats- und Regierungschefs aus aller Welt versammelten sich in Bischkek zum Gipfeltreffen anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), während Kirgisistan seinen einjährigen Vorsitz abschloss.
Zwei Tage lang rückte Bischkek ins Zentrum der Weltpolitik. Kirgisistan begrüßte Staats- und Regierungschefs aus den Mitgliedstaaten der SOZ, darunter China, Russland, Indien und Pakistan, sowie geladene Gäste und den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres.
Gemeinsam unterzeichneten sie 28 Dokumente, darunter die Erklärung von Bischkek, die der Organisation eine neue strategische Ausrichtung gibt. Der Gipfel brachte die ersten Änderungen an der Gründungscharta der Organisation seit mehr als zwei Jahrzehnten, schuf in Bischkek ein neues Zentrum zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und verlieh dem lang erwarteten Projekt einer SOZ-Entwicklungsbank neuen Schwung.
Die Agenda reichte von künstlicher Intelligenz und sauberer Energie bis zu Handel und Konnektivität, während die Staats- und Regierungschefs nachdrücklich für eine gerechtere, stärker multipolare Welt eintraten. Kirgisistans Präsident Sadyr Japarow brachte es auf den Punkt: Diese Welt, sagte er, solle nicht gegen andere, sondern gemeinsam aufgebaut werden.
Damit ging für Kirgisistan ein ereignisreiches Jahr im Vorsitz der SOZ zu Ende, mit fast 200 Veranstaltungen, einem Gipfel, der weltweite Aufmerksamkeit auf sich zog, und sogar einem Berggipfel, der zu Ehren der Organisation umbenannt wurde. Nun geht der Staffelstab an Pakistan, den Gastgeber des nächsten Treffens des Rates der Staatsoberhäupter.