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„Bemerkenswert“: Forschende entdecken erste neue Wildkatzenart seit 100 Jahren

Aufnahme vom Sonntag, 15. März 2020: Ein Leopard sitzt auf einem Baum in der Gir Interpretation Zone - Devalia nahe dem Gir-Nationalpark und Wildtierschutzgebiet.
Auf diesem Foto vom Sonntag, dem fünfzehnten März 2020, sitzt ein Leopard auf einem Baum in der Gir Interpretation Zone - Devalia nahe dem Gir-Nationalpark. Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Von Liam Gilliver & AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Leopardus tilcayo ist etwas kleiner als eine Hauskatze und wird etwa 45 Zentimeter lang. Forschende hielten ihn anfangs für ein Haustier.

Erstmals seit mehr als 100 Jahren haben Forschende eine neue Wildkatzenart entdeckt.

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Die Tilcayo-TigerKatze ist eine kleine Wildkatze mit geflecktem, leopardähnlichem Fell. Erstmals beschrieben wurde sie in der gebirgigen Region Yungas nahe La Paz, der Hauptstadt Boliviens.

Zunächst hielten Einheimische das Tier für eine gewöhnliche Hauskatze. Genetische Analysen zeigten jedoch, dass es eine eigenständige Art ist.

Neue Wildkatzenart: Tilcayo-Tigerkatze entdeckt

Die Biologin und National-Geographic-Explorerin Paola Nogales-Ascarrunz, Mitglied des Forschungsteams, spricht von einem „bemerkenswerten Ereignis“.

Zuletzt beschrieben Fachleute im Jahr 1923 eine neue Wildkatzenart – seither gab es keinen vergleichbaren Fund.

Der Spitzname „Tilcayo“, den die Bevölkerung dem Tier gegeben hat, inspirierte die wissenschaftliche Bezeichnung Leopardus tilcayo. Die Art ist etwas kleiner als eine Hauskatze, sie misst rund 45 Zentimeter (18 Zoll) und hat abgerundete Ohren.

Ein Paar Tilcayos, die bislang einzigen bekannten Tiere dieser Art, hat eine vollständige Genomsequenzierung durchlaufen, erklärt Nogales-Ascarrunz – eine besonders tiefgehende Form der genetischen Analyse.

Ein männlicher Tilcayo lebt inzwischen in einem Tierheim in Yungas, nachdem ihn eine Familie dort abgegeben hat. Ein Weibchen wurde nach einem Angriff durch Einheimische gerettet und wieder in die Wildnis entlassen.

Die Studie über die neue Art ist am Donnerstag in der Fachzeitschrift Current Biology erschienen und schließt eine Forschungsarbeit ab, die 2021 begonnen hat.

Tilcayo-Tigerkatze: Neue Art aus Bolivien

„Bisher wurde sie nur in Bolivien nachgewiesen“, sagt Nogales-Ascarrunz (Quelle auf Englisch), „nirgendwo sonst auf dem Planeten.“

Über das scheue Tier ist noch wenig bekannt. Laut Nogales-Ascarrunz gilt die Art als gefährdet und könnte bald als „in deutlich größerer Gefahr“ eingestuft werden.

Unklar ist, was die Tiere fressen, welche Feinde sie haben, wie sie sich fortpflanzen und wie ihr Alltag in der Wildnis insgesamt aussieht.

Das Team hofft nun, die eingesetzten Methoden könnten helfen, weltweit weitere Katzenarten aufzuspüren und wirksame Strategien zu ihrem Schutz zu entwickeln.

Tiger gelten oft als „Umweltkrieger“, weil sie das Ökosystem tiefgreifend beeinflussen.

Sie tragen dazu bei, Kohlendioxid zu reduzieren, indem sie in Schutzgebieten leben, in denen große Waldflächen als natürliche Kohlenstoffsenken wirken können.

Als Spitzenräuber jagen Tiger große Pflanzenfresser wie Hirsche. Dadurch verhindern sie Überweidung, Wälder und andere Pflanzen können sich besser entwickeln und noch mehr Kohlenstoff aufnehmen.

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