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Nvidia-Rivale AMD setzt 8,2 Milliarden Dollar auf „Godmother of AI“ und virtuelle Welten

In New York spricht Informatikerin Fei-Fei Li am 24. September 2024 bei der Clinton Global Initiative.
Fei-Fei Li, Informatikerin, spricht auf der Clinton Global Initiative am 24. September 2024 in New York. -  Copyright  AP Photo/Andres Kudacki
Copyright AP Photo/Andres Kudacki
Von Roselyne Min mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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World Labs entwickelt sogenannte Weltmodelle: KI-Systeme, die erfassen, wie sich Objekte und Räume verhalten und so Bewegungen und Handlungen realistisch simulieren.

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) investiert 8,2 Milliarden Dollar (7 Milliarden Euro) in ein Unternehmen, das virtuelle Welten baut. Damit steigt AMD in ein Feld ein, in dem Rivale Nvidia KI-Modelle für die Robotik entwickelt.

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AMD teilte diese Woche mit, dass der Konzern den Kauf von World Labs vereinbart hat. Das Unternehmen wurde von Fei-Fei Li mitgegründet, einer der einflussreichsten Forscherinnen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI).

Li, Informatikerin an der Stanford University und bisweilen als „Godmother of AI“ bezeichnet, wird nach Abschluss der Übernahme Executive Vice President und Chief Scientist bei AMD. Das geht aus einer Erklärung Lis hervor.

Sie ist vor allem für den Aufbau von ImageNet bekannt, einer umfangreichen Sammlung beschrifteter Bilder, die Fortschritte in der Computer Vision ermöglicht hat.

World Labs gründete sie 2024 mit, um das zu entwickeln, was sie „räumliche Intelligenz“ nennt – KI, die dreidimensionale Räume versteht und mit ihnen arbeiten kann.

Was sind Weltmodelle?

World Labs entwickelt Weltmodelle. Diese KI-Systeme verstehen, wie sich Objekte und Räume verhalten, und erzeugen aus Text, Bildern und Videos interaktive 3D-Umgebungen.

Ein mögliches Einsatzfeld sind virtuelle Umgebungen, in denen Roboter Aufgaben üben, bevor sie sie in der realen Welt ausführen. World Labs forscht an solchen Anwendungen, auch wenn eine wirklich präzise Simulation realer Abläufe weiterhin eine große Herausforderung bleibt.

Auch andere Unternehmen arbeiten an Weltmodellen, allerdings mit unterschiedlichen Ansätzen. Googles KI-Sparte DeepMind hat Genie 3 entwickelt, das virtuelle Umgebungen erzeugt, die Nutzer erkunden können.

Metas Forschung zu V-JEPA 2 konzentriert sich darauf, Videos zu verstehen, Ergebnisse vorherzusagen und Handlungen zu planen. Nvidia hat seine Cosmos-Modelle für Anwendungen unter anderem in der Robotik entwickelt.

Warum AMD World Labs kauft

Für das Training und den Betrieb von Weltmodellen ist viel Rechenleistung nötig. AMD und World Labs arbeiten seit vergangenem Jahr zusammen und lassen die Modelle des Unternehmens auf AMD-Chips laufen.

AMD betont, die Übernahme werde helfen, besser zu verstehen, welche Anforderungen neue KI-Systeme stellen, und künftige Hardware und Software genau darauf zuzuschneiden.

„Der Aufbau von Compute-Plattformen für die nächste Generation von KI erfordert ein tiefes Verständnis dafür, wie sich Modelle entwickeln“, sagte AMD-Chefin Lisa Su in der Mitteilung (Quelle auf Englisch) des Unternehmens.

„Jetzt, da wir greifbare Belege für die Möglichkeiten haben, wollen wir alles tun, um die Zukunft zu beschleunigen“, schrieb Li in einem Blogbeitrag (Quelle auf Englisch).

„Dafür müssen wir unsere Arbeit skalieren, unsere Reichweite vergrößern und näher an die Hardware rücken.“

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