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Russischer Atombomber stürzt bei Übungsflug ab – sechs Tote

DATEI: Strategischer Bomber Tu-95 überfliegt den Roten Platz bei der Generalprobe für die Militärparade zum Tag des Sieges, 7. Mai 2015
DATEI: Strategischer russischer Bomber Tu-95 überquert bei der Generalprobe den Roten Platz vor der Siegesparade, am siebten Mai 2015 -  Copyright  AP Photo
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Von Irina Sheludkova
Zuerst veröffentlicht am
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Der Bomber stürzte kurz nach dem Start vom Stützpunkt nahe Krasnoyarowo ab. Russland nutzte die Basis als Zuflucht für strategische Bomber, nachdem die ukrainische Operation Spiderweb im Juni 2025 mehr als 40 Flugzeuge auf russischen Basen zerstört oder beschädigt hatte.

Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs in der fernöstlichen Region Amur sind am Dienstag sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiteres wurde verletzt, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte.

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Demnach stürzte die Maschine während eines Übungsflugs über unbewohntem Gebiet ab. Munition habe sie nicht an Bord gehabt.

Staatsnahen russischen Medien zufolge ereignete sich der Absturz nahe dem Dorf Krasnojarowo, kurz nachdem der Bomber vom Luftwaffenstützpunkt nahe Krasnoyarowo gestartet war.

Die Behörden haben ein Strafverfahren eingeleitet. Eine Untersuchungskommission der russischen Luft- und Weltraumkräfte wurde zur Absturzstelle entsandt. Ersten Einschätzungen zufolge könnte ein technischer Defekt die Ursache gewesen sein.

Auf bislang nicht unabhängig verifizierten Videos in sozialen Netzwerken sind offenbar Flammen und Rauch über der Absturzstelle zu sehen. Im Hintergrund sind laute Detonationen zu hören.

Luftwaffenstützpunkt war Ziel ukrainischer Drohnenangriffe

Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um eine Tu-95, einen atomwaffenfähigen strategischen Langstreckenbomber aus sowjetischer Entwicklung. Das Flugzeug absolvierte 1952 seinen Erstflug und ist der einzige noch eingesetzte strategische Bomber mit Turboprop-Antrieb.

Der Luftwaffenstützpunkt in der Region Amur zählt zu den größten Stützpunkten für strategische Langstreckenbomber in Russland.

Im Juni 2025 gehörte der Stützpunkt zu den Zielen der ukrainischen Geheimdienstoperation „Spinnennetz“, die sich gegen mehrere russische Militärflugplätze richtete.

Dabei setzte der ukrainische Geheimdienst SBU FPV-Drohnen ein, die in Lastwagen mit ferngesteuert zu öffnenden Dächern versteckt waren. Nach ukrainischen Angaben wurden bei der Operation mehr als 40 russische Militärflugzeuge zerstört oder beschädigt, darunter auch mehrere Tu-95-Bomber.

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