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3 Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober: Deutschland trauert um die Opfer

Ein Gedenkband mit der Aufschrift "7. Oktober 2023" hinter den auf Halbmast gehissten Flaggen, 7. Oktober 2024, Berlin
Ein Gedenkband mit der Aufschrift "7. Oktober 2023" hinter den auf Halbmast gehissten Flaggen, 7. Oktober 2024, Berlin -  Copyright  Kay Nietfeld/dpa/dpa via AP
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Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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In Berlin, Hamburg, NRW und weiteren Städten sind heute Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen angekündigt. Die Polizei bereitet sich insbesondere in der Hauptstadt auf einen größeren Einsatz vor.

Am dritten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel, bei dem über 1.200 Menschen ermordet und mehr als 250 verschleppt wurden, finden heute in mehreren deutschen Städten Gedenkveranstaltungen, Mahnwachen statt. In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Duisburg und weiteren Städten gibt es Kundgebungen.

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Zentrale Veranstaltung in Berlin, 1000 Polizisten im Einsatz

Um 15 Uhr beginnt auf dem Bebelplatz eine zentrale Gedenkveranstaltung unter dem Titel "7. Oktober. Nie vergessen. Niemals schweigen". Zu den angekündigten Rednern gehören Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sowie die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld.

Zeitgleich sind in der Hauptstadt mehrere pro-palästinensische Veranstaltungen angekündigt. Eine wird vom "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee" (VPNK) veranstaltet, das der Berliner Verfassungsschutz als extremistisch einstuft, unter anderem wegen Islamismus. Zuletzt erregte die Organisation Aufsehen, weil sie zusammen mit der Berliner Linkspartei ein Sommerfest veranstaltet hat, auf dem israelfeindliche Parolen skandiert wurden. Auch feierte der VPNK-Anhänger Ibrahim Ibrahim auf der Wahlparty der Linkspartei das Wahlergebnis der Abgeordnetenhauswahl.

Ebenfalls um 18 Uhr beginnt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein interreligiöser Gedenkgottesdienst. Am Abend soll zudem das Brandenburger Tor von 18.30 Uhr bis Mitternacht mit einer israelischen Flagge beleuchtet werden.

Die Berliner Polizei bereitet sich auf einen größeren Einsatz vor. Nach Angaben des rbb sind rund 1.000 Einsatzkräfte eingeplant.

Hamburg: Verfassungsschutz warnt für Pro-Palästina-Demo

In Hamburg sind heute ebenfalls Veranstaltungen zum Gedenken an den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 angekündigt. Am Audimax der Universität Hamburg soll eine Gedenkkundgebung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg und einer jüdischen Hochschulgruppe stattfinden.

Zugleich ist für 18 Uhr am Hachmannplatz eine pro-palästinensische Demonstration angekündigt. Der Hamburger Verfassungsschutz hatte im Vorfeld vor der Veranstaltung gewarnt und die Gruppierung "Thawra Hamburg" als extremistischen Verdachtsfall eingestuft.

Gedenkveranstaltungen in Bayern

Auch in Bayern gibt es rund um den Jahrestag mehrere Veranstaltungen. In München lädt die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern am 7. Oktober um 19 Uhr zu einer Veranstaltung mit der Überlebenden Dafna Gerstner ins Jüdische Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz ein. Unter dem Titel "Sie kamen, um uns zu töten. Mein Leben als Jüdin vor und nach dem 7. Oktober" berichtet Gerstner über ihre Erfahrungen.

In Regensburg ist für 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit Konzert angekündigt. Zudem ist dort für 18 Uhr eine antifaschistische Kundgebung unter dem Motto "Gegen jeden Antisemitismus" geplant, die sich nach Angaben der Veranstalter gegen Antisemitismus und die Hamas richtet und sich für ein Leben in Freiheit und Würde in Israel und den palästinensischen Gebieten ausspricht.

Am Samstag, 10. Oktober, findet in München zudem ein interreligiöser Lichterweg statt, wie das Sonntagsblatt berichtet. Die "Freunde Abrahams" und das Haus der Kulturen und Religionen München laden zu einem Schweigemarsch vom Odeonsplatz zum Friedensengel ein. Die Veranstalter wollen bewusst auf Reden, Fahnen, Schilder und politische Parolen verzichten und ein Zeichen für Trauer, Menschlichkeit und Frieden setzen.

Viele Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen finden heute mehrere Veranstaltungen zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel statt. In Wuppertal lädt das Wuppertaler Bündnis gegen Antisemitismus um 12 Uhr zu einer Gedenkkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz ein. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Opfer des Hamas-Angriffs.

In Düsseldorf findet um 18 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus eine Kundgebung unter dem Motto "Es ist uns ernst: Gegen jeden Antisemitismus" statt. Veranstalter ist der Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Oberbürgermeister Stephan Keller und NRW-Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur haben ihre Teilnahme angekündigt. Die Veranstaltung wird von einem breiten Bündnis aus Institutionen, Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt.

Auch in Köln sind mehrere Veranstaltungen angekündigt. Um 17.30 Uhr soll es am Rudolfplatz eine Kundgebung des Bündnisses "KölnerInnen gegen Antisemitismus" geben. Zudem sind nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers weitere Demonstrationen am Hauptbahnhof und am Rudolfplatz angemeldet.

In Münster ist für 18 Uhr eine Gedenkkundgebung auf dem Prinzipalmarkt unter dem Motto "Gedenken zum 7. Oktober – Gegen das Vergessen" angekündigt. Mehrere Gruppen, darunter die Jüdische Gemeinde, rufen zu der Veranstaltung auf. Im Mittelpunkt stehen die Getöteten und Verschleppten des 7. Oktober sowie die Folgen des Angriffs für jüdisches Leben.

Auch in Dortmund gibt es rund um den Jahrestag ein umfangreicheres Veranstaltungsprogramm. Das Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus organisiert im Oktober und November Lesungen, Vorträge und Workshops, die sich mit dem 7. Oktober, seinen Folgen und aktuellen Formen des Antisemitismus beschäftigen.

In Duisburg ist eine Kundgebung unter dem Titel "Judenmord ist kein Widerstand" angekündigt.

Schweigemarsch in Hessen

Auch in Frankfurt sind Veranstaltungen geplant. Ab 17 Uhr soll vom Opernplatz aus ein Schweigemarsch zur Westend-Synagoge stattfinden. In weiteren Städten gibt es Gedenkveranstaltungen.

Gedenkveranstaltungen auch in Ostdeutschland

In Ostdeutschland gibt es heute mehrere Veranstaltungen zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel. In Dresden lädt die Deutsch-Israelische Gesellschaft um 17 Uhr zu einer Mahnwache auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche ein. Erwartet werden unter anderem Sachsens Kultusminister Conrad Clemens, Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, ein Vertreter des Staates Israel und der Journalist Constantin Schreiber. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an die Opfer des 7. Oktober und ein Zeichen gegen Antisemitismus und Terror.

In Leipzig findet um 18.30 Uhr im Innenhof der Propsteikirche eine Gedenkfeier mit jüdisch-christlichem Gebet statt. Geplant sind unter anderem Ansprachen von Vertretern der Stadt, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Leipzig und TaMar Germany sowie eine Klanginstallation. Im Anschluss ist ein Konzert des Ensembles Shoshana vorgesehen.

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