Loader
Finden Sie uns
Werbung

Tödliche Waffenkontrolle in der Oberpfalz - mutmaßlicher Täter festgenommen

Schüsse verunsichern Anwohner in Berngau, Oberpfalz. Zwei Menschen wurden getötet
Schüsse verunsichern Anwohner in Berngau, Oberpfalz. Zwei Menschen wurden getötet -  Copyright  (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Nach stundenlangem Großeinsatz hat die Polizei im oberpfälzerischen Berngau den mutmaßlichen Amokschützen festgenommen. Er soll zwei Menschen bei einer Waffenkontrolle getötet haben. Anwohner waren gebeten worden, in ihren Häusern zu bleiben.

Nach tödlichen Schüssen in Berngau (Oberpfalz) hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Gegen 2.20 Uhr drangen die Beamten in das Haus, in dem er sich verschanzt hatte.

WERBUNG
WERBUNG

Der Zugriff erfolgte mithilfe von "Sprengmitteln", wie eine Polizeisprecherin sagte. Dabei wurde der Täter durch Schüsse ins Bein leicht verletzt.

Der 60-jährige soll zuvor einen Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Landratsamts Neumarkt bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle erschossen haben.

Er werde nun medizinisch versorgt, so die Polizeisprecherin. Das Tatmotiv war zunächst unklar.

Am Donnerstag hatten Anwohner gegen 14 Uhr der Polizei Schüsse gemeldet. Die Polizei forderte die Nachbarschaft der Gemeinde sowie im weiteren Bereich auf, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Vergebliche Suche nach einer gewaltfreien Lösung

Vor dem Haus entdeckten die Einsatzkräfte die Leiche einer Person, die von den Schüssen tödlich getroffen worden war. Es handelt sich um den Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt. Am Abend wurde auch der Tod seiner Kollegin bekanntgegeben.

Ausgangspunkt war eine routinemäßige Waffenkontrolle am frühen Nachmittag durch die zwei Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt. Sie hatten den mutmaßlichen Täter aufgesucht. Dabei soll dieser geschossen haben. Danach verschanzte er sich laut einem Polizeisprecher in einem Gebäude. Spezialkräfte, die das Gebäude umstellten, versuchten zunächst stundenlang zu verhandeln und eine "gewaltfreie Lösung" zu finden, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Bemühungen blieben aber offenbar vergeblich.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks waren zwischenzeitlich etwa 150 Polizisten und 90 Einsatzkräfte für Rettung, Krisenintervention und des THW vor Ort. Auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um ihnen einen Überblick von oben zu verschaffen.

Im Landratsamt wurde ein Krisenstab eingerichtet. Einzelheiten seien aufgrund des laufenden Polizeieinsatzes noch unter Verschluss, teilte Landrat Martin Meier zunächst mit. Er reagiere mit großer Betroffenheit und Trauer "mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes auf den Tod seiner Mitarbeiter bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle in Berngau", hieß es in einer Mitteilung des Landratsamts.

Anwohner verhielten sich ruhig

"Die Stimmung unter den Bürgern im Ort ist ruhig", erklärte der Bürgermeister der Gemeinde, Thomas Meier, auf Anfrage der Lokalzeitung Die Mittelbayerische. Demnach war die Situation in den Straßen ruhig, nachdem am Nachmittag noch Verunsicherung geherrscht habe, weil Kinder und Jugendliche im Nachmittagsunterricht gewesen waren.

Bürgermeister Meier lobte den Zusammenhalt der Bürger, die über Nachrichtenchats und soziale Medien gut miteinander vernetzt seien. Die Gemeinde hat etwa 2.600 Einwohner. Termine im Ort, etwa Vereinstreffen oder Trainings seien abgesagt worden.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

"Blutiger Freitag" an Schulen? Polen in Alarmbereitschaft

Tödliche Schüsse am Bahnhof Zoo: 30-Jähriger erschossen

Amoktat? Zwei Mädchen an bayrischem Gymnasium schwer verletzt, Täter war doppelt bewaffnet