„Größter Erfinder unserer Zeit“: Trump zeichnet Elon Musk mit höchstem US-Wissenschaftsorden aus. Zuvor war das Verhältnis zwischen Trump und Musk ausgesprochen wechselhaft.
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag SpaceX-Chef Elon Musk ausgezeichnet. Bei einer Zeremonie am Institute of Peace in Washington, D.C., überreichte er ihm und einigen weiteren Größen der Tech-Branche die renommierte National Medal of Science.
Musk erhielt die Auszeichnung zusammen mit Google-Mitgründer Sergey Brin, Nvidia-Chef Jensen Huang und AMD-Chefin Lisa Su.
In seinen einleitenden Worten sagte Trump: „Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute hier sind. Wir feiern den aufregenden Fortschritt von Wissenschaft und Technologie im goldenen Zeitalter Amerikas.“ Anschließend wandte er sich Musk zu, den er als „industriellen Titan“ und „unseren Thomas Edison der Gegenwart“ bezeichnete.
„Nur wenige Amerikaner in der Geschichte haben mehr für das nationale Interesse unseres Landes getan als Elon – in einem Bereich nach dem anderen. Sein Genie und sein Durchhaltevermögen haben Science-Fiction in Realität verwandelt“, sagte Trump.
„Elon, ich möchte dir gratulieren. Du bist mein Freund und all das, aber du bist ein ganz besonderer, wirklich außergewöhnlicher Mensch. Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch, Elon“, fügte er hinzu.
Trotz dieser Lobeshymnen war das Verhältnis zwischen Trump und Musk in den vergangenen Jahren ziemlich wechselhaft.
Musk stieß in der Schlussphase von Trumps Präsidentschaftswahlkampf dazu. Nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 übernahm er eine öffentlich stark beachtete Rolle als faktischer Leiter des neuen Sparressorts Department of Government Efficiency (DOGE) im Weißen Haus. Dort trieb er Pläne voran, den Staatsapparat schlanker zu machen.
Das Verhältnis der beiden zerbrach jedoch, nachdem Musk Trumps Ausgabenpaket „One Big Beautiful Bill“ scharf kritisierte. Es folgte ein erbitterter, öffentlich ausgetragener Streit.
In den vergangenen Wochen ist Musk jedoch wieder in Trumps Umfeld zurückgekehrt. Der Tesla-Chef soll als Co-Direktor des Programms „Project Meridian“ einsteigen.
Das vom Verteidigungsministerium in Auftrag gegebene Projekt untersucht die Zukunft der Kriegsführung. Es soll helfen, jene Waffen und Technologien zu identifizieren, die das US-Militär künftig entwickeln und beherrschen muss, und „konkrete Lösungen vorschlagen, um mit Entwicklung, Erprobung und Einsatz dieser Fähigkeiten zu beginnen“.
In einer Mitteilung des Weißen Hauses heißt es, Musk erhalte die National Medal of Science „für ingenieurwissenschaftliche Leistungen von außergewöhnlichem Anspruch und großer Tragweite, die die Grenzen der Raumfahrt, intelligenter Systeme, der Kommunikation und darüber hinaus verschoben haben, die amerikanische technologische Spitzenstellung erneuert und ein neues Kapitel für die US-Industrie aufgeschlagen haben“.