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Auf Agios Efstratios ist jede Kilowattstunde Strom dank erneuerbarer Energien günstiger

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Von Aurora Velez
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Damit Agios Efstratios von völliger Dieselabhängigkeit zu Energieautarkie mit erneuerbaren Quellen wechseln konnte, brauchte die Inselführung die Unterstützung der Einwohner. Zugleich musste eine tragfähige Alternative her.

Dimitrios Kardomateas erinnert sich an die Situation auf der Insel Agios Efstratios: „Früher wurden 100 % des Stroms mit Dieselmotoren erzeugt. Dabei entstanden nicht nur CO₂-Emissionen, sondern auch sehr hohe Kosten, etwa drei- bis viermal so hohe wie auf dem Festland. Gemeint sind die Kosten für jede erzeugte Kilowattstunde. Es hat uns also doppelt geschadet: ökologisch und wirtschaftlich. Und dasselbe galt für das Heizen von Gebäuden. Nach Abschluss des gesamten Projekts konnten wir die Gesamtkosten der Stromerzeugung fast auf das Niveau des Festlands senken.“

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Das Projekt hat seine Ziele erreicht, aber was passiert, wenn die erneuerbaren Energiequellen ausfallen?

Noch deckt die Insel ihren Bedarf nicht zu 100 % mit grüner Energie. Das war beim Pilotprojekt Ai Stratis – Green Island auch nicht vorgesehen. Im ersten Betriebsjahr hat es seine sorgfältig festgelegten Ziele sogar übertroffen.

„Ziel war es, 85 % des Strombedarfs und 75 % des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken. Die Ergebnisse zeigen, dass in den ersten zehn Monaten 91 % des Strom- und 85 % des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt wurden. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.“ – Dimitrios Kardomateas, Vorstandsvorsitzender und CEO, CRES

„Vielleicht werden wir im Laufe der Jahre zeitweise 100 % des Bedarfs decken. Aber wenn an mehreren Tagen kein Wind weht und es zudem bewölkt ist, liefern die erneuerbaren Energiequellen keinen Strom. Deshalb muss die Insel in diesen seltenen Fällen auf herkömmlichen Diesel zurückgreifen können. Ziel ist jedoch, dessen Einsatz über das Jahr gesehen auf weniger als 10 % zu begrenzen», erklärt er.

Doch inwieweit ist dieses Projekt auf andere Orte übertragbar? Lassen sich CO₂ und andere Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung in Griechenland und Europa tatsächlich vollständig vermeiden? Kardomateas ist optimistisch.

„Ich glaube, dass die Stromerzeugung in den nächsten zehn Jahren landesweit dekarbonisiert werden kann. Und warum nicht auch europaweit? In den nächsten zehn Jahren müssen wir lediglich Batterien installieren und Pumpspeicherkraftwerke oder andere Stromspeicher schaffen und den Ausbau erneuerbarer Energien im bisherigen Tempo fortsetzen.“ – Dimitrios Kardomateas, Vorstandsvorsitzender und CEO, CRES

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