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Paris-Proteste: Vermummte greifen Euronews-Team bei Dreharbeiten brutal

Euronews-Korrespondentin Estelle Nilsson-Julien berichtet in Paris, nachdem sie und ihr Kameramann beim Filmen von Plünderern angegriffen wurden, Samstag, 17. Okt. 2026
Euronews-Korrespondentin Estelle Nilsson-Julien berichtet aus Paris, nachdem sie und ihr Kameramann beim Filmen von Plünderern angegriffen wurden, Samstag, 17. Okt. 2026 -  Copyright  Euronews
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Von Malek Fouda & Estelle Nilsson-Julien
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Euronews-Korrespondenten in Paris wurden bei den landesweiten Protesten von maskierten Tätern angegriffen. Zuvor hatte es anscheinend Aufrufe in sozialen Netzwerken gegeben, Medien und Journalisten gezielt ins Visier zu nehmen.

Ein Team von Euronews ist am Samstag in Paris in der Nähe der Place de la République von Plünderern und Randalierern angegriffen worden. Die Journalisten berichteten über gemeinsame Großdemonstrationen, zu denen die sogenannten „Gelbwesten“ und studentische Gruppen aufgerufen hatten.

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Das Team war gerade von der Place de la République unterwegs zu einem anderen Einsatzort, an dem weitere Proteste stattfanden.

Nach kurzer Zeit trafen sie auf maskierte Plünderer, die einen nahegelegenen Supermarkt Intermarché Express ausraubten. Die Crew begann, die Szene zu filmen.

„Wir standen am Boulevard de Magenta, nicht weit von einem Supermarkt, den Jugendliche und junge Erwachsene plünderten. Als sie bemerkten, dass wir filmten, schlugen sie auf meinen Kameramann ein, versuchten ihm das Mikrofon zu entreißen und umzingelten uns“, berichtete Estelle Nilsson‑Julien, Euronews‑Korrespondentin in Paris.

„Dann drückten sie ihn gegen eine Wand und schlugen weiter auf ihn ein. Sie trafen ihn ins Gesicht, doch weil er eine Gasmaske, Schutzbrille und einen Helm trug, wurde er nicht schwer verletzt.“

„Er kam mit einigen Prellungen im Gesicht davon“, fügte sie hinzu.

Unsere Korrespondentin berichtete außerdem, dass die Plünderer während der Rangelei ihre Kamera stahlen. Eine Gruppe junger Leute, die den Vorfall beobachtet hatte, brachte sie später zurück. Die Speicherkarte fehlte allerdings, sämtliches gefilmtes Material war verloren.

Nilsson‑Julien schilderte, in der unmittelbaren Umgebung des Supermarkts habe es gebrannt. Außerdem seien durchgehend laute Polizeisirenen zu hören gewesen.

„Ehrlich gesagt herrscht auf den Straßen Anarchie. Viele junge Leute scheinen kampfbereit, überall wird geplündert. Die ruhigen Demonstrationen vom Vormittag sind zumindest in diesem Viertel völlig vorbei“, sagte sie.

Eine weitere Euronews‑Korrespondentin, Valérie Gauriat, die die Proteste an der Place de la République begleitete, meldete ebenfalls einen gewaltsamen Zwischenfall mit einer maskierten Person. Der Angriff ereignete sich, als sie gerade einen Demonstrierenden interviewte.

Sie berichtete, ein Demonstrierender habe ihr beim Vorbeigehen auf den Hinterkopf geschlagen und dabei obszöne Worte gemurmelt. Damit habe er die Präsenz der Medien bei den Kundgebungen angeprangert.

Die Vorfälle folgen Aufrufen bestimmter Gruppen in sozialen Netzwerken. Diese fordern Protestierende dazu auf, Medienhäuser und deren Mitarbeitende ins Visier zu nehmen, um „die Verbreitung von Fehlinformationen“ über die Proteste und die Berichte über Gewalt zu verhindern.

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