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Proteste blockieren Louvre: Wütende Touristen beschimpfen Studenten in Paris

Louvre-Museum, Paris, 25. Februar 2026.
Das Louvre-Museum, Paris, am 25. Februar 2026. -  Copyright  AP Photo/Thomas Padilla
Copyright AP Photo/Thomas Padilla
Von Olivier Tolachides
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Nach einem gewaltsamen Wochenende in Frankreich dauern die Proteste an: Studenten und Landwirte demonstrieren. Die Regierung organisiert ein Krisentreffen.

Nach einem Wochenende mit Ausschreitungen am Rande der Proteste hat die Rede von Präsident Emmanuel Macron am Sonntagabend die Lage nicht beruhigt.

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Der Louvre konnte an diesem Montagmorgen um 9 Uhr nicht öffnen. Studierende der École du Louvre blockierten die Eingänge. Die jungen Leute erklären, sie unterstützten die Mobilisierung der Schülerinnen und Schüler.

„Wir sind stolz, Ihnen mitteilen zu können, dass wir das größte Museum der Welt blockieren“, heißt es in einem Flugblatt, das rund um das Museum aufgehängt wurde. Die Museumsleitung betont, die Aktion stehe nicht in direktem Zusammenhang mit dem Louvre; das Haus werde lediglich „als Resonanzraum genutzt“.

Ein Reporter der Zeitung „Le Figaro“ filmte die Blockade. Einige Touristen sind extreme wütend und verhalten sich den Studenten und Studentinnen gegenüber sehr aggressiv.

Einige sehr aufgebrachte Touristen beschimpfen die Protestierenden, wie auf Videos anderer Journalisten zu sehen ist. Montags sind die meisten Museen in Frankreich geschlossen - zudem hatte der Louvre vor einigen Monaten die Eintrittspreise erhöht.

In der Nähe von Lyon demonstrieren zu Wochenbeginn zahlreiche Landwirte. Rund 20 Traktoren blockieren den Verkehr auf der Autobahn A47 bei Chasse-sur-Rhône. Die Behörden fordern die Landwirte auf, eine Fahrspur freizulassen.

Innenminister bietet Rücktritt an

Die Regierung in Paris organisiert gleichzeitig Krisentreffen mit von den Plünderungen und Zerstörungen betroffenen Geschäftsleuten und den zuständigen Ministern. Der Innenminister Laurent Nuñez hat dem Präsidenten seinen Rücktritt angeboten, weil die Sicherheitskräfte am Samstag, dem 17. Oktober völlige überfordert waren, doch Emmanuel Macron lehnte ab - und brach zu einer Reise in den Nahen Osten auf.

In den französischen Medien beklagen Ladenbesitzer, sie hätten die Polizei angerufen, weil ihre Geschäfte geplündert wurden. Aber die Antwort am Telefon sei gewesen, die Polizei könne nichts tun, weil nicht genug Beamte im Einsatz seien.

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