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Wie ein Regengarten Ihr Haus vor Überschwemmungen schützt

Archivbild: Ein Bioretentionsgarten zur Sammlung von Regenwasser an einem Haus im Detroiter Stadtteil Warrendale, aufgenommen am 16. Mai 2016.
ARCHIV - Ein Regenrückhaltegarten zur Sammlung von Regenwasser ist am 16. Mai 2016 an einem Haus im Detroiter Viertel Warrendale zu sehen. -  Copyright  AP Photo/Carlos Osorio, File
Copyright AP Photo/Carlos Osorio, File
Von Angela Symons mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Klimawandel verschärft Hochwasser: Klug geplanter Garten wird zum Schutzschild für Ihr Zuhause.

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben vergangene Woche die spanische Region Katalonien getroffen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, Häuser und Straßen standen unter Wasser.

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Leider ist das kein Einzelfall. Und es wird auch nicht der letzte bleiben: Fachleute erwarten weltweit mehr extreme Wetterereignisse, genährt unter anderem durch den menschengemachten Klimawandel.

Wenn die Wassermassen zurückgehen, bleibt die Verwüstung: Menschen schaufeln Schlamm von den Straßen und pumpen Flutwasser aus ihren Wohnzimmern.

Gärten stehen bei der Beseitigung der Schäden meist ganz am Ende. Dabei könnten sie zu einem wichtigen Schutzschild gegen zukünftige Katastrophen werden.

Je größer die Gefahr von Hochwasser und Dürren, desto überzeugender die Idee, einen sogenannten „Regengarten“ anzulegen.

Was ist ein Regengarten?

Kurz gesagt ist ein Regengarten ein abgesenktes Beet mit heimischen Stauden und Sträuchern, die viel Wasser vertragen.

Er liegt gezielt an einer Stelle, zu der Wasser aus Fallrohren, Einfahrten, verdichtetem Boden und anderen Abflussquellen hinunterfließt.

Dieses Wasser versorgt die Pflanzen, während der Boden Schadstoffe filtert und aufnimmt. So bleiben überschüssiges Wasser sowie Straßensedimente, Müll, Keime aus Tierkot, Kunstdünger und andere Chemikalien von der Kanalisation, aus Flusseinzugsgebieten und Feuchtgebieten fern.

Regengärten können außerdem verhindern, dass Wasser in den Keller eindringt oder das Fundament eines Hauses angreift.

Auch in trockenen, von Dürre geplagten Regionen setzen viele Gärtnerinnen und Gärtner inzwischen auf Regengärten und andere Methoden, um Regenwasser zu sammeln.

Ein Regengarten mit ausgewachsenen Pflanzen in Montgomery County im US-Bundesstaat Maryland, am 14. September 2014.
Ein Regengarten mit ausgewachsenen Pflanzen in Montgomery County im US-Bundesstaat Maryland, am 14. September 2014. Montgomery County Department of Environmental Protection via AP

So entsteht ein Regengarten

Ein Regengarten kann klein ausfallen oder einen großen Teil des Grundstücks einnehmen. Wichtig ist: Er sollte mindestens drei Meter vom Haus, von der Garage oder anderen Gebäuden entfernt liegen. Pflanzen Sie ihn nicht über eine Klärgrube oder Versorgungsleitungen und nicht in der Nähe eines Brunnens für Trinkwasser. Meiden Sie stark geneigte Flächen und Bereiche, die von Natur aus dauerhaft nass sind.

Heben Sie das Beet in der gewünschten Form und Größe aus; beliebt sind nierenförmige, halbmondförmige, runde oder tropfenförmige Beete. Sie können den Boden sanft zur Mitte hin abfallen lassen, sodass diese etwa fünfzehn Zentimeter tiefer liegt als der Rand. Oder Sie graben nur die Fläche innerhalb des Randes fünfzehn Zentimeter aus, sodass ein entsprechender Wall das abgesenkte Beet umrundet.

Leiten Sie Wasser in das Beet, etwa über eine verlängerte Dachrinne, ein leichtes Gefälle, einen Graben oder ein PVC-Rohr, das an einer entfernten Regenrinne angeschlossen ist und unterirdisch in den Regengarten führt. Bremsen Sie die Fließgeschwindigkeit, indem Sie den Graben oder die Böschung mit Steinen oder Kies auslegen.

Manche Gärtnerinnen und Gärtner lassen die Mitte bewusst frei und decken den Boden dort ebenfalls mit Steinen ab.

Ein Regengarten in Garrett Park im US-Bundesstaat Maryland, Mai 2021. | ARCHIV: Ein Rohr leitet gesammeltes Regenwasser in einen abgesenkten Regengarten in North Hollywood, Kalifornien, Januar 2016.
Ein Regengarten in Garrett Park im US-Bundesstaat Maryland, Mai 2021. | ARCHIV: Ein Rohr leitet gesammeltes Regenwasser in einen abgesenkten Regengarten in North Hollywood, Kalifornien, Januar 2016. Montgomery County Department of Environmental Protection via AP | AP Photo/Michael Owen Baker, File

Welche Pflanzen in den Regengarten passen

Wählen Sie heimische Pflanzen, die viel Wasser oder, falls auch die Mitte bepflanzt wird, sogar staunasse Bedingungen vertragen. Diese Arten sind an das Klima Ihrer Region angepasst, wachsen leichter an, brauchen weniger Pflege und schaffen zugleich einen Lebensraum für Bienen, Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere.

Setzen Sie blühende Stauden neben Binsen, Seggen und Gräser. Wenn Platz ist, ergänzen Sie Sträucher und kleine Bäume. Einige immergrüne Arten helfen zusätzlich, Erosion zu verhindern.

FloraVeg.EU (Quelle auf Englisch) ist eine gute Anlaufstelle: Dort können Sie nach heimischer Vegetation nach geografischer Region und weiteren Kriterien suchen.

Pflanzen Sie Arten mit dem größten Wasserbedarf in und um die Mitte Ihres Regengartens, wo sich Wasser zunächst sammelt und kurz stehenbleibt, bevor es in den Boden einsickert. Pflanzen mit mittlerem Wasserbedarf gehören an den erhöhten Rand des Beetes, der insgesamt etwas trockener bleibt.

ARCHIV: Ein Regengarten in einem Wohngebiet von Puyallup im US-Bundesstaat Washington, 18. Oktober 2011.
ARCHIV: Ein Regengarten in einem Wohngebiet von Puyallup im US-Bundesstaat Washington, 18. Oktober 2011. AP Photo/Ted S. Warren, File

Pflege eines Regengartens

Bleibt der Regen aus, gießen Sie die Pflanzen im ersten Jahr nach Bedarf, damit ihre Wurzeln tief einwachsen und den Boden gut durchdringen. Entfernen Sie in dieser Phase auch Unkraut, bis die Bepflanzung dicht genug steht und die Lücken schließt.

Ist der Regengarten einmal angelegt, modelliert und bepflanzt, bleibt nur wenig Arbeit: Dann können Sie die eindrucksvolle natürliche Landschaft genießen – und ihre versteckte ökologische Wirkung.

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