Der 39-jährige Kevin T. hatte mit einer automatischen Waffe einen Mann erschossen und mehrere Menschen - darunter eine Zwölfjährige - in einem Vorort von Paris verletzt.
Die Justiz in Frankreich hat die Untersuchungshaft des Verdächtigen verlängert, der am Freitag in Vororten von Paris mit einer automatischen Waffe einen Mann erschossen und fünf weitere Personen verletzt hat. Von einem Auto aus hatte er auf mehrere Menschen gezielt. Auch ein 12 Jahre altes Mädchen - das einen Schleier trug - wurde schwer verletzt.
Der 39 Jahre alte Kévin T. wollte nach Angaben von Le Monde mit seinen Angriffen "gegen Schwarze und Araber" die "Geschäftsleute rächen", deren Läden am 17. Oktober nach den Frankreich-weiten Protesten geplündert und verwüstet worden waren.
Staatspräsident Emmanuel Macron sprach vor Ort in Trappes von einem "rassistischen Terroranschlag".
Offenbar hatten diese Aussagen dazu geführt, dass die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen „Mord und versuchten Mord im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung und unter dem Umstand, dass die Taten aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, ethnischen Gruppe, Nation oder Religion begangen wurden“ einleitete.
Auch Familienmitglieder werden vernommen
Auch vier Familienmitglieder des Verdächtigen werden von den Behörden vernommen, darunter ist auch die Mutter von Kévin T.
Laut Staatsanwaltschaft sind im Strafregister von Kévin T., der 1987 geboren ist, „vier frühere Verurteilungen, die von Rechts wegen getilgt sind“, vermerkt.
Er wurde am Freitag nach seiner „Mordserie“ im Pariser Vorort Coignières festgenommen und sofort in Polizeigewahrsam genommen.
In seiner Wohnung hatte er offenbar Sprengfallen installiert, wie die Behörden am Samstag mitteilten.