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"Notoperation" - Deutsche Bank streicht 18.000 Jobs

"Notoperation" - Deutsche Bank streicht 18.000 Jobs
Copyright  REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo
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Von su mit dpa, Reuters
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Deutsche Bank streicht im Zuge ihres umfassenden Konzernumbaus rund 18 000 Stellen wird sich aus dem weltweitem Aktienhandelsgeschäft zurückziehen. Bis 2022 soll die Belegschaft auf etwa 74 000 Vollzeitstellen sinken, kündigte der Dax-Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Frankfurt an

Kommentatoren nennen es eine Notoperation: Die Deutsche Bank streicht im Zuge ihres umfassenden Konzernumbaus rund 18.000 Stellen wird sich aus dem weltweitem Aktienhandelsgeschäft zurückziehen. Außerhalb Europas wird das Institut seine Aktienhandels- und Zinshandelsgeschäfte voraussichtlich deutlich schrumpfen oder sogar komplett schließen. Um Bilanzpositionen in Höhe von 74 Milliarden Euro aus diesen Geschäftsfeldern abzuwickeln, gründet die Bank eine interne «Bad Bank».

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Bis 2022 soll die Belegschaft auf etwa 74.000 Vollzeitstellen sinken, kündigte der Dax-Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Frankfurt an. Ende März 2019 hatte die Deutsche Bank auf Vollzeitkräfte umgerechnet weltweit knapp 91.500 Mitarbeiter, davon gut 41.500 in Deutschland.

Ein Kostensenkungsprogramm soll die bereinigten Kosten auf 17 Milliarden Euro im Jahr 2022 senken. Andererseits werde der Konzernumbau bis dahin voraussichtlich 7,4 Milliarden Euro kosten.

ROTE ZAHLEN

Der Konzernumbau reißt Deutschlands größtes Geldhaus bereits im zweiten Quartal des laufenden Jahres tief in die roten Zahlen. Einschließlich der Belastungen für die Restrukturierung rechnet die Bank nach vorläufigen Zahlen mit einem Verlust von etwa 500 Millionen Euro vor Steuern und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern im Zeitraum April bis Ende Juni. Bereinigt um diese Belastungen erwarte die Bank für das zweite Quartal einen Gewinn vor Steuern in Höhe von rund 400 Millionen Euro und nach Steuern von 120 Millionen Euro.

VORSTÄNDE GEHEN

Die Bank hatte bereits bekanntgegeben, dass Investmentbankchef und Konzernvize Garth Ritchie das Institut zum 31. Juli verlassen wird. Zu diesem Zeitpunkt werden auch Privatkundenchef Frank Strauß und die für Regulierungsthemen zuständige ehemalige Bankenaufseherin Sylvie Matherat die Bank verlassen.

Konzernchef Christian Sewing hatte bei der Hauptversammlung im Mai „harte Einschnitte“ angekündigt. Schon damals war klar, dass das seit zwei Quartalen verlustreiche Kapitalmarktgeschäft dabei in der Schusslinie stehen würde. Sewing hatte im Mai gesagt, die Bank werde «konsequent auf die profitablen und wachsenden Bereiche» ausgerichtet, die für die Kunden besonders wichtig seien. «Wir haben immer noch zu hohe Kosten, die wir nicht direkt einer Leistung für unsere Kunden zuordnen können.»

Zum Investmentbanking gehört beispielsweise die Beratung von Firmen bei Börsengängen oder Übernahmen sowie der Handel mit Wertpapieren und Devisen. Im sogenannten Transaction Banking, das Zahlungsverkehr, Handelsfinanzierung und Wertpapierdienstleistungen umfasst, zählt die Deutsche Bank zur Weltspitze. Potenzial sieht das Geldhaus auch in der Vermögensverwaltung. Dagegen galt schon länger als ausgemacht, dass das US-Handelsgeschäft mit Anleihen und Aktien gestutzt wird.

Die Bank hatte bereits im vergangenen Jahr 7.000 Jobs gestrichen.

su

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