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ASML steigert Gewinn dank KI-Boom

ARCHIV: Das Logo von ASML am Hauptsitz in Veldhoven, Niederlande, Januar 2023.
ARCHIV: Das ASML-Logo am Hauptsitz in Veldhoven, Niederlande, Januar 2023. Copyright  AP Photo/Peter Dejong
Copyright AP Photo/Peter Dejong
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Der niederländische Chipkonzern ASML hat seinen Nettogewinn im ersten Quartal 2026 auf 2,76 Milliarden Euro gesteigert, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

ASML, Europas wertvollster Technologiekonzern, meldete am Mittwoch: Der laufende Ausbau der KI-Infrastruktur kurbelt den Gewinn deutlich an.

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Der niederländische Konzern erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 2,76 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fünfzehn Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.

ASML gilt als Schlüssellieferant der weltweiten Halbleiterkette und baut die Lithografieanlagen, mit denen die modernsten Mikrochips der Welt entstehen.

Nach dem starken Jahresauftakt rechnet das Unternehmen nun für 2026 mit einem Jahresumsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro. Zuvor hatte ASML 34 bis 39 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Nach Angaben von Vorstandschef Christophe Fouquet festigt sich der Wachstumsausblick für die Halbleiterbranche weiter. Vor allem Kunden aus den Bereichen Logik- und Speicherschips treiben ihre Ausbaupläne voran.

Der Umsatz im ersten Quartal lag bei 8,77 Milliarden Euro und damit am oberen Ende der Prognosespanne. Im gleichen Zeitraum 2025 hatte ASML 7,8 Milliarden Euro umgesetzt.

Größter Markt war im Quartal Südkorea. Auf das Land entfielen 45 % des Systemgeschäfts, weil dortige Hersteller die Produktion von KI-Speicherchips hochfahren.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben und Kosten zu senken, hat ASML Anfang vergangenen Jahres die Organisation umgebaut. Rund 1.700 Stellen fielen weg, vor allem Managementfunktionen in den Niederlanden und den USA.

ASML zwischen geopolitischen Spannungen und Exportauflagen

Trotz der guten Zahlen steht ASML weiter im Zentrum der wachsenden Handelskonflikte zwischen Washington und Peking.

Nach Unternehmensangaben entfielen 2025 noch 33 % des Umsatzes auf China, nach 41 % im Jahr davor.

Der Rückgang fällt in eine Phase, in der die USA eine koordinierte Kampagne anführen, um den Export hochentwickelter Halbleiter nach China zu begrenzen. Begründung: mögliche militärische Nutzung.

ASML hatte bereits gewarnt, dass der China-Umsatz wegen dieser Vorgaben in diesem Jahr weiter sinken könnte.

Fouquet betonte jedoch, die neue Umsatzprognose für 2026 berücksichtige unterschiedliche mögliche Ergebnisse der laufenden Gespräche über Exportauflagen.

Auch Ben Barringer, Leiter der Technologieanalyse beim Vermögensverwalter Quilter Cheviot, verwies auf die geopolitische Dimension. Der niederländische Regierungschef habe sich mit Präsident Trump getroffen; man könne davon ausgehen, dass das Thema dabei zur Sprache gekommen sei, sagte er.

US-Präsident Donald Trump will am 14. Mai nach China reisen. Es wäre der erste Besuch eines US-Präsidenten in dem Land seit fast zehn Jahren.

ARCHIV: Trump und Xi beim letzten Staatsbesuch eines US-Präsidenten in China, November 2017
ARCHIV: Trump und Xi beim letzten Staatsbesuch eines US-Präsidenten in China, November 2017 AP Photo/Andy Wong

Börsenreaktion und Ausblick

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung legte die ASML-Aktie im europäischen Handel um 1,4 % zu.

Analysten reagierten überwiegend positiv. Sie verweisen darauf, dass ASML trotz konjunktureller Unsicherheit die Erwartungen übertroffen hat und die Kennzahlen insgesamt robust bleiben.

Barringer sprach von einem soliden, aber nicht außergewöhnlichen Ergebnis für ein Unternehmen mit hoher Nachfrage und einer äußerst starken Marktstellung.

Beim Umsatz habe ASML die Prognosen um rund zwei Prozent übertroffen, beim Gewinn je Aktie um etwa zehn Prozent, sagte er.

Da die Nachfrage nach KI den Markt für Logik- und Speicherschips weiter antreibt, scheint ASML gut aufgestellt, um sich in diesem anspruchsvollen Technologiefeld zu behaupten.

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