Goldman Sachs legt im ersten Quartal das beste Ergebnis seit fünf Jahren vor: Der Gewinn steigt um 18 Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar bzw. 4,6 Mrd. Euro, die Bank verweist auf mehr Marktvolatilität durch geopolitische Spannungen.
Goldman Sachs hat am Montag seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Die Erlöse stiegen um 14 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar (14,6 Mrd. Euro), der Quartalsgewinn legte um 18 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar (4,6 Mrd. Euro) zu. Es ist das beste Quartal seit fünf Jahren.
Die Investmentbank mit Sitz in New York führte den starken Abschluss vor allem auf mehr abgeschlossene Unternehmensübernahmen und -fusionen zurück.
Bereits im dritten Quartal in Folge nennt Goldman Sachs abgeschlossene Deals als wichtigen Treiber der Ergebnisse.
Vorstandschef David Solomon erklärte in den Unterlagen: „Goldman Sachs hat in diesem Quartal eine sehr starke Performance für unsere Aktionäre abgeliefert, obwohl die Marktbedingungen volatiler geworden sind.“
„Das geopolitische Umfeld bleibt äußerst komplex, deshalb muss diszipliniertes Risikomanagement weiterhin im Zentrum unseres Handelns stehen“, so Solomon weiter.
Fusionen gleichen schwankenden Handel und Kursverluste aus
Die Gebühren im Investmentbanking sprangen im ersten Quartal um 48 Prozent nach oben. Dahinter steht ein deutlich höheres Volumen abgeschlossener Übernahmen und Fusionen.
Gleichzeitig meldete Goldman Sachs höhere operative Kosten, unter anderem wegen gestiegener transaktionsbezogener Aufwendungen im Zusammenhang mit dieser Deal-Aktivität.
Im Handelsgeschäft zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild.
Die Erlöse im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen gingen zurück, vor allem Zinsprodukte und einige andere Kategorien schwächelten. Der Aktienhandel legte im selben Zeitraum jedoch zu.
Seit dem Angriff von US- und israelischen Streitkräften auf den Iran am 28. Februar beeinflusst der anschließende Sprung der Ölpreise die Handelsdynamik an den Aktienmärkten und bei anderen Anlageklassen.
Die erhöhte Volatilität stützt insgesamt die Handelserträge von Banken wie Goldman Sachs, auch wenn der Effekt je Sparte unterschiedlich ausfällt.
Trotz der soliden Gewinne verloren die Goldman-Sachs-Aktien im vorbörslichen Handel am Montag mehr als 4,5 Prozent.
Anleger konzentrierten sich offenbar auf das durchwachsene Ergebnis im Handel und auf die vorsichtigen Aussagen der Bank zur wachsenden globalen Komplexität.
Die Finanzzahlen zeigen dennoch, wie robust das Beratungsgeschäft im Kern bleibt – in einer Phase, in der viele Marktteilnehmer striktes Risikomanagement angesichts kaum berechenbarer internationaler Rahmenbedingungen als unverzichtbar ansehen.