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Kein anderes Land nutzt KI in der Industrie so viel wie Deutschland

Kein anderes Land nutzt KI in der Industrie so viel wie Deutschland, das zeigt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco.
Kein anderes Land nutzt KI in der Industrie so viel wie Deutschland, das zeigt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco. Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am
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Deutschland hat KI so fest in seiner Industrie verankert wie kein anderes Land, das zeigt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco. Demnach setzen fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe inzwischen auf die Technologie.

Abläufe automatisieren, Handgriffe erleichtern und riesige Datenmengen verarbeiten: Das sind nur wenige Handlungsfelder von Künstlicher Intelligenz, doch deutsche Unternehmen nutzen die Technologie mehr als alle anderen.

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Deutschland ist laut einer Studie führend beim Einsatz von KI in der Industrie. Das hat eine Untersuchung des Netzwerk-Ausrüsters Cisco ergeben. Demnach setzen fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe inzwischen KI in laufenden Prozessen ein. Auch die Bundesregierung bekräftigte zuletzt, man wolle "diese Technologie überall in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen"

Der Anteil an Unternehmen, die Künstliche Intelligenz verwenden, belaufe sich in Deutschland der Studie zufolge auf 65 Prozent. Weltweit liegt der Anteil bei 61 Prozent, im Europa-Vergleich tatsächlich nur bei 56 Prozent.

"KI hält Einzug in die Produktion, um Produktionsprozesse zu verbessern"; sagte Cisco-Manager Christian Korff der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz werde demnach Realität und ist über das Experimentierstadium hinausgewachsen.

An der Untersuchung haben 1.000 Führungskräfte aus Unternehmen in 19 Ländern teilgenommen. 500 Manager kamen aus Europa, rund 100 davon aus Deutschland. Demnach sind KI-Assistenten in drei von vier Betrieben im Einsatz oder zumindest in der Probephase.

Wer KI jetzt nutzt, kann mit Ergebnissen in weniger als zwei Jahren rechnen

Als Grund für den Einsatz von KI nannten die Unternehmen insbesondere die Verbesserung der Produktivität als auch den Wunsch nach Kostensenkung. Direkt danach geht es Unternehmen darum, ihre Sicherheitsarchitektur zu verbessern.

Dem 2026 State of Industrial AI Report zufolge sehen 22 Prozent der Unternehmen bereits einen positiven Effekt von KI-Nutzung, zwei Drittel hoffen auf Ergebnisse innerhalb von ein bis zwei Jahren.

Investitionen in KI würden sich nun bezahlt machen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. "KI ist angekommen, wird genutzt, hat auch einen betriebswirtschaftlichen Nutzen und löst das Versprechen ein, dass sich diese Investition auch lohnt", so Korff. Er gab auch an, dass der Return of Investment "idealerweise innerhalb von ein bis maximal zwei Jahren" eintritt. Und das sei "mittlerweile absolut realistisch".

Der Manager warnt jedoch auch davor, nicht weiter mitzuhalten. Und viele Firmen würden bei dem Thema noch hinterherhinken. Er sieht Potenzial in der Zusammenarbeit von IT und Betriebsteams und fordert Nachbesserungen. "Wir können es uns eigentlich nicht leisten, dass über ein Drittel der Unternehmen abgehängt wird", erklärte der Cisco-Manager.

KI als entscheidender Faktor für Weiterentwicklung

Im breiteren Cisco-Report über den Zustand von KI in der Industrie "State of Industrial AI 2026" heißt es, Künstliche Intelligenz habe sich zum entscheidenden Faktor in der Fertigung, bei Versorgungsunternehmen und im Transportwesen, aber auch darüber hinaus, entwickelt.

Dem Report zufolge steigern viele Unternehmen mit KI-Transformation ihre Produktivität. Mittlerweile gibt jede vierte Führungskraft (25 Prozent) an, dass KI einen transformativen Einfluss auf sein Unternehmen hat, doppelt so viele wie noch im vergangenen Jahr (12 Prozent). Nur wenige Betriebe gestalten ihre Geschäftsmodelle demnach grundlegend neu. Und viele der Unternehmen stehen noch am Anfang.

Wer noch am Anfang steht, nutzt Künstliche Intelligenz zur Prozessautomatisierung und zur Opitimierung von Lieferketten und der Logistik oder etwa zur Qualitätsprüfung. Unternehmen, die bereits mehr Erfahrung mit KI haben und die Technologie in ihre Strategie integriert haben, optimieren ihre Lieferketten und planen vorausschauend die Instandhaltung. Qualitätsprüfung und Prozesse finden hier automatisiert statt.

Dazu benötigt es allerdings ausreichende Netzwerkkapazitäten. Die Nachhaltigkeit der KI-Effekte hängt von der Bereitschaft des Netzwerks ab, auf dem sie läuft, heißt es in dem Cisco-Report. Hier kommt die Bundesregierung ins Spiel, am 18. März hat das Digitalministerium beschlossen, seine Führungsposition in punkto Rechenkapazitäten auszubauen und zu festigen.

Bundesregierung beschließt Rechenzentrumsstrategie

Derzeit ist Deutschland mit 2.000 Anlagen führend in Europa, was die Rechenkapazitäten betrifft. Bis 2030 soll das Land zu einem der attraktivsten Standorte für Rechenzentren werden, wie die Regierung plant.

"Jedes neue Rechenzentrum in Deutschland stärkt unsere digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit", so Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger. "Bis 2030 wollen wir unsere Rechenzentrumskapazitäten mindestens verdoppeln und die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing vervierfachen." Dafür gebe es einen klaren Fahrplan: Genügend Flächen, bezahlbarer, sicherer Strom und schnelle Genehmigungen".

Das Thema von KI in der Industrie wird einer der zentralen Schwerpunkte in der kommenden Woche auf der Hannover Messe.

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