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LVMH trennt sich von Marc Jacobs: Marke kommt unter US-Kontrolle

Modedesigner Marc Jacobs
Designer Marc Jacobs Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Christina Molle mit AP
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LVMH hat einen Käufer für die Marke Marc Jacobs gefunden: Sie geht an den US-Konzern WHP Global, der damit sein Portfolio um Marken wie Vera Wang und G-Star erweitert.

Für die Marke Marc Jacobs, die der gleichnamige US-Designer gegründet hat, beginnt ein neues Kapitel. Nach fast dreißig Jahren im Luxuskonzern LVMH verkauft der französische Riese das Label an die Investmentgesellschaft WHP Global, wie der von Bernard Arnault geführte Konzern am Donnerstag in einer Mitteilung bekanntgab. Der Kaufpreis bleibt vertraulich, soll aber zwischen 850 Millionen und einer Milliarde Dollar liegen. Der Abschluss wird noch vor Jahresende erwartet.

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Mit dem Deal erweitert WHP Global sein Markenportfolio im Einzelhandel. Der US-Verwalter von Markenrechten betreut bereits rund fünfzehn Labels, darunter Lotto, Vera Wang, G-Star und Toys 'R' Us. Sie zusammen erwirtschaften jährlich mehr als acht Komma fünf Milliarden Dollar Umsatz.

Marc Jacobs bleibt dem Haus erhalten

Marc Jacobs, dreiundsechzig Jahre alt, bleibt im Unternehmen aktiv. „Ich bleibe in meiner Rolle als Kreativdirektor von Marc Jacobs International engagiert und freue mich auf dieses vielversprechende neue Kapitel“, schrieb er in einem Beitrag auf Instagram. Bevor er sich ganz auf seine eigene Marke konzentrierte, war der US-Designer sechzehn Jahre lang Kreativdirektor von Louis Vuitton, der Flaggschiffmarke von LVMH.

Bernard Arnault würdigte die „seltene Kreativität und einzigartige Vision“ des Designers, dessen „Einfluss auf die Modewelt unbestreitbar“ sei.

LVMH ordnet Markenportfolio neu

Das „Wall Street Journal“ hatte bereits im vergangenen Juli berichtet, LVMH denke über einen Verkauf von Marc Jacobs nach. Dem US-Blatt zufolge sprach der französische Konzern damals mit mehreren Interessenten, darunter das Reebok-Eigentümerunternehmen Authentic und WHP Global zusammen mit der Holding G-III.

Der Konzern des französischen Milliardärs hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Marken aus seinem Portfolio abgegeben. Im September 2024 trennte sich LVMH von Off-White, dem 2012 gegründeten Label des früheren künstlerischen Leiters der Louis-Vuitton-Herrenlinie Virgil Abloh, der 2021 starb.

Im Januar 2025 kaufte die britische Designerin Stella McCartney den Minderheitsanteil von 49 Prozent zurück, den LVMH an ihrem Unternehmen hielt. Ein Jahr später, im Januar 2026, veräußerte der Konzern sein China-Geschäft der Duty Free Shops (DFS) an CTG Duty-Free, einen großen auf „Travel Retail“ spezialisierten Betreiber mit Sitz in Peking.

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