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Bericht: Goldman Sachs führt SpaceX-Börsengang an

Techniker bereiten am 19. Mai 2026 in Starbase, Texas, den Booster der SpaceX-Rakete Starship für einen Testflug vor.
Booster der SpaceX-Megarakete Starship steht am 19. Mai 2026 in Starbase, Texas, bereit für einen Testflug. Copyright  AP Photo/Eric Gay
Copyright AP Photo/Eric Gay
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Goldman Sachs übernimmt laut Medienberichten die führende Bankenrolle beim erwarteten Börsengang von SpaceX und ebnet so den Weg für die größte IPO der Geschichte.

SpaceX hat Goldman Sachs als federführende Bank für den erwarteten Börsengang ausgewählt. Das berichten CNBC-Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Vorbereitungen für den Börseneintritt des Raumfahrt- und KI-Unternehmens noch in diesem Jahr nehmen damit deutlich Fahrt auf.

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Dem Vernehmen nach erhält Goldman Sachs die sogenannte „lead left position“ beim Börsengang. In der Investmentbanking-Praxis steht diese federführende Bank in den offiziellen Unterlagen an erster Stelle, koordiniert die Platzierung, steuert den Kontakt zu Anlegern und hilft, den endgültigen Ausgabepreis festzulegen.

Auf Goldman Sachs sollen nach Angaben der CNBC-Quellen Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase folgen. Die Informanten wollten namentlich nicht genannt werden.

Weder SpaceX noch Goldman Sachs haben den Bericht bislang öffentlich bestätigt. Auch Umfang, Bewertung und Zeitpunkt des Börsengangs sind noch unklar.

Der Börsengang wird derzeit für dieses Jahr erwartet, bei einer Bewertung von rund 1,25 Billionen Dollar (etwa 1,05 Billionen Euro) oder mehr. Er würde sämtliche bisherigen Rekorde brechen und SpaceX auf einen Schlag unter die zehn wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt bringen. Damit läge SpaceX noch vor Tesla, einem weiteren Unternehmen von Elon Musk.

Zugleich könnte der Börsengang Elon Musk zum ersten Menschen mit einem Vermögen von einer Billion Dollar machen.

Kleinanleger erhalten ungewöhnlich großen Anteil

Die jüngsten Entwicklungen folgen auf frühere Berichte, wonach Musk erwägt, einen erheblichen Anteil der Aktien für private Anleger zu reservieren.

SpaceX prüft dem Vernehmen nach Pläne, bis zu 30 Prozent der beim Börsengang angebotenen Aktien an Kleinanleger zu vergeben – eine für Emissionen dieser Größenordnung ungewöhnliche Struktur. Damit könnten sich deutlich mehr kleinere Anleger beteiligen, statt dass der Zugang vor allem bei großen Fonds liegt.

Analysten sehen zunehmend Starlink als wichtigsten Treiber der Bewertung von SpaceX. Die Satelliten-Internetsparte bringt planbare, wiederkehrende Erlöse und gewinnt weltweit stetig neue Abonnenten.

Im Februar übernahm das Unternehmen zudem xAI, ein weiteres Unternehmen von Musk, in einem Aktientausch. Dabei bewerteten die Parteien SpaceX mit einer Billion Dollar (rund 842 Milliarden Euro) und xAI mit 250 Milliarden Dollar (etwa 210 Milliarden Euro). So entstand ein Konzern mit einer privaten Gesamtbewertung von 1,25 Billionen Dollar (circa 1,05 Billionen Euro) und einer zusätzlichen Ausrichtung auf KI für den geplanten Börsengang.

Elon Musk verlässt nach einer Willkommenszeremonie mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping die Große Halle des Volkes in Peking, 14. Mai 2026
Elon Musk verlässt nach einer Willkommenszeremonie mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping die Große Halle des Volkes in Peking, 14. Mai 2026 AP Photo/Mark Schiefelbein

Ein erfolgreicher Börsengang wäre auch ein wichtiger Moment für die weltweiten Aktienmärkte. In den vergangenen Jahren kamen wegen hoher Zinsen und schwankender Bewertungen im Technologiesektor deutlich weniger Unternehmen an die Börse.

Der KI-Chipentwickler Cerebras Systems feierte erst vergangene Woche sein Nasdaq-Debüt und schloss den Handel mit einer Bewertung von rund 95 Milliarden Dollar (etwa 81,75 Milliarden Euro) ab. Das nährt die Erwartungen, dass in diesem Jahr eine neue Welle großer KI-Börsengänge folgt.

Für Goldman Sachs könnte die Rolle als federführende Bank die Position im Markt für prominente Technologie-Emissionen weiter stärken. Der Wettbewerb um Mandate für große Börsengänge bleibt unter den internationalen Investmentbanken intensiv.

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