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BMW warnt vor deutlichem Gewinneinbruch, Aktie fällt um sieben Prozent

Archivbild: Die BMW-Zentrale am Olympiapark in München während der Kirschblüte, aufgenommen am Freitag, dem dritten April 2026.
Archivbild: Die Zentrale des Autobauers BMW im Olympiapark in München während der Kirschblüte, aufgenommen am Freitag, 3. April 2026. Copyright  AP Photo/Matthias Schrader
Copyright AP Photo/Matthias Schrader
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
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Der deutsche Luxusautohersteller senkte seine Gewinnerwartung für 2026. In China brechen die Verkäufe ein, der Nahost-Konflikt treibt Energiepreise hoch und drückt auf die Kauflaune.

Der in München ansässige Autobauer BMW AG rechnet in diesem Jahr mit einem deutlich geringeren Vorsteuergewinn. Gründe sind vor allem die nachlassende Nachfrage in China und die Folgen der Krise im Nahen Osten.

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BMW, zu dem die Marken BMW, Mini, Rolls-Royce und BMW Motorrad gehören, verwies in einer am Dienstag veröffentlichten Gewinnwarnung auf das schwieriger werdende Marktumfeld und die Kosten für Umstrukturierungen.

Die Mitteilung drückte die Aktie am Mittwochmorgen in Europa um mehr als sieben Prozent nach unten.

„Die BMW-Aktie tritt nach der Prognose eines kräftigen Gewinnrückgangs auf die Bremse“, sagte Russ Mould, Investmentdirektor bei AJ Bell.

„Der Krieg im Iran hat die Verbraucherstimmung negativ beeinflusst und die Nachfrage nach ihren Fahrzeugen gedämpft“, fügte Mould hinzu.

Der Autobauer berichtete zudem, dass die Nachfrage in China weiter nachgelassen hat. Der Wettbewerb in der Region habe sich dadurch spürbar verschärft.

BMW verwies außerdem darauf, dass der Krieg im Iran stärker als erwartet durchschlägt, die Energiekosten hoch hält und die Konsumlust bremst. Die Verkäufe in Europa und den USA hätten sich zwar verbessert, reichten aber nicht aus, um die Abschwächung in China auszugleichen.

Das Unternehmen erwartet nun, dass die Auslieferungen von Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen, statt wie bisher von stabilen Stückzahlen auszugehen.

In der Folge prognostiziert BMW jetzt einen deutlich niedrigeren Gewinn vor Steuern als die 10,2 Milliarden €, die der Konzern im vergangenen Jahr erzielt hat. Zuvor hatte das Unternehmen für 2026 nur einen moderaten Rückgang in Aussicht gestellt.

BMW senkte außerdem seine Profitabilitätsziele. Für die Autosparte peilt der Konzern nun eine EBIT-Marge zwischen einem und drei Prozent an, nach zuvor vier bis sechs Prozent. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) soll nur noch zwischen einem und fünf Prozent liegen; bislang hatte BMW sechs bis zehn Prozent angestrebt.

Der Autobauer stellte zudem Pläne vor, die laufenden Sparprogramme mit zusätzlichen Struktur- und Effizienzmaßnahmen zu verstärken und zu beschleunigen. Diese Schritte werden das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2026 einmalig belasten.

Milan Nedeljković, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, sagte: „Wir werden unsere aktuellen Strukturen und Prozesse an den drastischen Einbruch der Marktbedingungen anpassen. Es ist unsere unternehmerische Verantwortung, unsere laufenden Maßnahmen deshalb deutlich zu verstärken und zu beschleunigen. Entscheidend sind Tempo und Effizienz.“

Nach Einschätzung von Analysten zeigt die Ankündigung den zunehmenden Druck auf die Autohersteller in Europa.

Mould sagte: „Die naheliegende Reaktion ist, im Unternehmen nach neuen Einsparmöglichkeiten zu suchen. Die Signale aus dem übrigen Automobilsektor deuten jedoch darauf hin, dass sich BMW damit nur in eine immer länger werdende Reihe von Herstellern einreiht, die im Branchenverkehr vorerst auf der langsamen Spur stecken bleiben.“

Der BMW-Konzern rechnet weiterhin mit einem freien Mittelzufluss im Automobilgeschäft von mehr als 2,5 Milliarden €. Die Ausschüttungsquote von 30 bis 40 Prozent des den Aktionären der BMW AG zurechenbaren Nettogewinns sowie das laufende Aktienrückkaufprogramm bleiben unverändert.

Die Halbjahresergebnisse will das Unternehmen wie geplant am 30. Juli 2026 veröffentlichen.

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