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Asiens Börsen legen nach neuem Dow-Rekord zu, Chipwerte bleiben schwach

Die Spezialisten Glenn Carell und Dilip Patel arbeiten am 26. Juni 2026 gemeinsam mit Händler Jeffrey Vazquez auf dem Parkett der New York Stock Exchange.
Die Spezialisten Glenn Carell und Dilip Patel arbeiten mit dem Händler Jeffrey Vazquez auf dem Parkett der New York Stock Exchange, 26. Juni 2026 Copyright  AP Photo/Richard Drew
Copyright AP Photo/Richard Drew
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Börsen in Asien haben am Freitag zugelegt. Zuvor hatte der Dow Jones ein weiteres Rekordhoch erreicht. Einige KI- und Chipwerte erholten sich, andere setzten ihre Kursverluste fort.

Die meisten Börsen in Asien haben am Freitag zugelegt. Impulse kamen von einem neuen Rekordschluss des Dow Jones an der Wall Street. Einige der in dieser Woche stark gefallenen KI-Werte erholten sich, andere rutschten weiter ab.

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Die Schwankungen fielen deutlich geringer aus als am Vortag. Damals hatten Sorgen über überhöhte Bewertungen im Technologiesektor Chipwerte in der gesamten Region auf Talfahrt geschickt.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung führte der südkoreanische Kospi die Erholung an und stieg um mehr als vier Prozent. Damit machte er einen Teil des fast achtprozentigen Einbruchs vom Donnerstag wett. Samsung Electronics, der größte Konzern des Landes und ein wichtiger Chiphersteller, sprang um sieben Prozent nach oben, der kleinere Speicherchip-Rivale SK Hynix legte 4,9 Prozent zu.

In Tokio gewann der Nikkei 225 ein Prozent, gestützt von einem Kurssprung von 6,6 Prozent beim Speicherchiphersteller Kioxia. Der Chipausrüster Tokyo Electron verlor dagegen 2,5 Prozent.

In Hongkong legte der Hang Seng 1,7 Prozent zu, der Shanghai Composite stieg um 0,7 Prozent. In Australien gewann der S&P/ASX 200 1,3 Prozent, der taiwanische Taiex wich dagegen um 0,6 Prozent zurück.

In Europa eröffneten sowohl der Euro Stoxx 50 als auch der breiter gefasste Stoxx 600 in einer Spanne von 0,3 Prozent um ihren Vortagesschluss.

Der britische FTSE 100, Deutschlands DAX 30, Frankreichs CAC 40 und Italiens FTSE MIB notierten zwischen 0,1 und 0,3 Prozent im Plus.

Am stärksten legten der spanische IBEX 35 und Italiens FTSE MIB mit einem Plus von rund 0,4 Prozent zu.

Wall-Street-Rekord, abgekühlter Arbeitsmarkt und Öl

An der Wall Street zeigten sich die Kurse am Donnerstag uneinheitlich. Der Dow Jones erreichte dennoch ein neues Rekordhoch und stieg um 1,1 Prozent auf 52.900 Punkte.

Der breiter gefasste S&P 500 schloss nahezu unverändert, obwohl sieben von zehn enthaltenen Werten zulegten. Eine erneute Schwäche der Chipwerte bremste den Index. Der technologielastige Nasdaq verlor 0,8 Prozent.

Für etwas Unterstützung sorgten Konjunkturdaten: US-Unternehmen schufen im vergangenen Monat nur 57.000 neue Stellen. Erwartet worden waren 100.000, zudem ist das ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu Mai.

Ein abkühlender Arbeitsmarkt könnte den Inflationsdruck mindern. Da der Ölpreis zudem wieder unter dem Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs liegt, dürfte der Druck auf die US-Notenbank Fed sinken, die Zinsen in diesem Jahr mehrfach anzuheben. Das käme den Börsen zugute.

Auch Kryptowährungsaktien zogen an: Bitcoin gewann rund zwei Prozent und zog Werte wie Robinhood und Coinbase mit nach oben.

Das Geschäft mit KI-Aktien blieb jedoch unter Druck.

Micron drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verlor 5,5 Prozent, nachdem die Aktie bereits am Vortag um 10,6 Prozent eingebrochen war. Lam Research sackte um mehr als 10 Prozent ab. Nvidia, mittlerweile fast 4,7 Billionen Dollar wert, büßte 1,4 Prozent ein.

Am Ölmarkt legte die Nordseesorte Brent, die internationale Referenzsorte, am frühen Freitag um ein Prozent auf rund 73 US-Dollar je Barrel zu. US-Leichtöl verteuerte sich um 0,5 Prozent auf etwa 69 Dollar. Beide Sorten notieren damit weiterhin unter dem Niveau von Ende Februar, bevor der Iran-Krieg begann.

Weitere Quellen • AP

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