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Vermögen je Erwachsenem: Wo steht Europa im Vergleich zu den reichsten Staaten?

Auf einem Tisch in der Devisenabteilung der UBS in Zürich, Schweiz liegen am 13. Dezember 2001 Eurobanknoten stapelweise bereit.
Euro-Banknoten liegen am 13. Dezember 2001 stapelweise auf einem Tisch in der Devisenabteilung der UBS-Bank in Zürich in der Schweiz. Copyright  Copyright 2001 AP. All rights reserved.
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Von Servet Yanatma
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In Westeuropa besitzt ein durchschnittlicher Erwachsener weniger als die Hälfte des Vermögens eines US-Bürgers. Beim Median schneiden EU-Staaten besser ab, die USA fallen deutlich zurück.

Das Vermögen pro Kopf unterscheidet sich weltweit deutlich, wie der UBS Global Wealth Report 2026 zeigt.

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Auf die USA entfallen 38,1 % des Privatvermögens in den 56 im Bericht erfassten Ländern, die zusammen für über 92 % des weltweiten Reichtums stehen.

Westeuropa kommt auf 21,9 %, Osteuropa nur auf 3,3 %.

Auch das durchschnittliche und das Medianvermögen pro Erwachsenem unterscheiden sich stark von Land zu Land. Unter den 30 Ländern mit dem höchsten Durchschnittsvermögen pro Kopf liegen 18 in Europa; beim Median sind es 19.

Welche Länder sind beim Vermögen pro Erwachsenem am reichsten? Und wie gut stehen die Europäerinnen und Europäer da?

Ende 2025 führt die Schweiz die weltweite Top‑30-Liste an: Im Schnitt entfallen dort € 777.506 auf jede erwachsene Person. Die USA folgen mit € 594.651 (umgerechnet $ 696.277). Luxemburg (€ 559.170) ist der EU-Staat mit dem höchsten durchschnittlichen Vermögen pro Erwachsenem.

Hongkong, Australien und Singapur liegen dahinter, jeweils mit mehr als € 450.000.

Dänemark (€ 446.959), Norwegen (€ 363.303) und die Niederlande (€ 354.673) sind die weiteren europäischen Länder in den Top Ten.

Auch in Belgien (€ 348.382) und Schweden (€ 347.089) liegt das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem über € 300.000.

Große Lücke zwischen Europas wichtigsten Volkswirtschaften bleibt aus

Auch die fünf größten Volkswirtschaften Europas tauchen in der Rangliste auf.

Deutschland steht mit Platz 14 am besten da, Italien mit Rang 23 am schlechtesten. Die durchschnittlichen Vermögen liegen jedoch relativ nah beieinander.

In Deutschland liegt das Durchschnittsvermögen bei € 296.023, in Italien bei € 238.653. Dazwischen liegen Frankreich mit € 291.536, Spanien mit € 261.689 und das Vereinigte Königreich mit € 250.071.

Irland (€ 268.312), Österreich (€ 239.123), Finnland (€ 178.610), Portugal (€ 167.188), Malta (€ 139.769) und Griechenland (€ 122.421) zählen ebenfalls zu den 30 wohlhabendsten Ländern.

Medianvermögen zeigt ein anderes Bild

Beim Medianvermögen pro Erwachsenem ändern sich Beträge und Rangfolge jedoch deutlich. Der Median ist der Wert in der Mitte einer sortierten Reihe, also genau zwischen der unteren und der oberen Hälfte.

„Die Schlussfolgerung lautet, dass jedes Land eine eigene Vermögensverteilung hat und dadurch je nach betrachteter Bevölkerungsgruppe wohlhabender oder ärmer wirkt“, heißt es in dem Bericht.

In der globalen Medianrangliste liegt Luxemburg mit € 336.498 vorn. Das ist weniger als die Hälfte des höchsten Durchschnittswerts. Belgien folgt auf Platz zwei, dort beträgt das Medianvermögen € 236.712.

Australien (€ 180.018), Neuseeland (€ 176.460) und Hongkong (€ 160.533) gehören ebenfalls zu den Top Ten, so wie auch in der Rangliste nach Durchschnittsvermögen.

Die weiteren europäischen Länder in den Top Ten sind Dänemark (€ 174.029), die Schweiz (€ 124.310) und Norwegen (€ 119.569).

Große Verschiebung bei Europas fünf größten Volkswirtschaften

Unter den fünf größten Volkswirtschaften Europas stellt sich das Bild komplett anders dar. Italien weist mit € 111.881 das höchste Medianvermögen pro Erwachsenem auf und belegt weltweit Rang 11. Deutschland liegt mit lediglich € 45.679 am Ende dieser Gruppe und auch am Ende der weltweiten Rangliste.

Das Vereinigte Königreich (€ 107.042), Frankreich (€ 104.106) und Spanien (€ 95.290) liegen deutlich näher an Italien. Der deutsche Wert fällt dadurch besonders niedrig aus.

Vergleicht man beide Listen, taucht im Medianranking Slowenien auf, das die Vereinigten Arabischen Emirate verdrängt.

Extremvermögen stark konzentriert

Die USA landen mit einem Medianvermögen von € 58.927 auf dem drittletzten Platz, obwohl sie beim Durchschnittsvermögen Rang zwei belegen. Das ist mit Abstand der größte Absturz in der gesamten Rangliste.

Deutschland rutscht ebenfalls um 16 Plätze ab, von Rang 14 auf Rang 30. Auch Schweden und Singapur verlieren jeweils mehr als zehn Positionen.

Diese Länder schneiden beim Durchschnittsvermögen deutlich besser ab als beim Median. Das deutet auf eine starke Konzentration von Extremvermögen an der Spitze hin.

Japan klettert dagegen um 14 Plätze nach oben, von Rang 24 auf Rang 10. Deutlich besser im Median als im Durchschnitt stehen auch Malta, Italien, Belgien und das Vereinigte Königreich da. Dort spricht vieles für eine breitere, gleichmäßiger verteilte Mittelschicht.

Der Bericht betont, dass das Medianvermögen das Wohlstandsniveau der Mitte der Gesellschaft in der Regel genauer abbildet.

Aussagen über die reale Kaufkraft erlauben diese Zahlen allerdings nicht.

In der regionalen Betrachtung weisen die USA im Vergleich zu anderen Weltregionen, auch zu Europa, klar das höchste Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem auf.

Es liegt dort bei € 594.651. In Westeuropa beträgt das durchschnittliche Vermögen nur € 287.884 und damit deutlich weniger als die Hälfte. In Osteuropa sind es sogar nur € 53.055.

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