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Ölpreise fallen stark: USA und Iran setzen Angriffe an Straße von Hormus aus

ARCHIV: Kinder waten im Wasser, dahinter liegen Frachter vor Anker, ein Fischer ist in der Nähe. Straße von Hormus bei Bandar Abbas, Iran, Dienstag, 30. Juni 2026.
ARCHIV: Kinder waten im Wasser, im Hintergrund liegen Frachtschiffe vor Anker, neben ihnen fischt ein Mann in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, 30. Juni 2026. Copyright  AP
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ölpreise sinken am Montag im frühen Handel und entfernen sich weiter vom Zwei-Monats-Hoch, nachdem USA und Iran auf Militärschläge im Persischen Golf verzichten.

Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im September ist um 4,66 Prozent auf 92,27 Dollar gefallen. US-Rohöl der Sorte WTI gab 5,02 Prozent nach und kostet nun 84,83 Dollar je Barrel.

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Brent, der internationale Referenzpreis, hatte in der vergangenen Woche kurzzeitig 102 Dollar je Barrel erreicht. Das waren 30 Dollar mehr als der zu Monatsbeginn am aktivsten gehandelte Brent-Kontrakt und der höchste Stand seit Mai.

Die Ölpreise sind im laufenden Monat sprunghaft gestiegen, weil die Kämpfe im Nahen Osten zunahmen und die Sorge wächst, ein Flächenbrand könnte den weltweiten Ölfluss weiter abbremsen.

Im Mittelpunkt der Sorgen des Ölmarkts steht die Frage, ob Tanker die Straße von Hormus noch sicher passieren können. Seit die USA und Israel Ende Februar Iran angegriffen haben, ist der schmale Wasserstreifen vor der iranischen Küste zum Nadelöhr geworden: Ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls verlässt hier normalerweise den Persischen Golf und wird zu Kunden rund um den Globus verschifft. Die Gefechte haben den Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen gebracht.

Ölproduzenten suchen inzwischen nach Ausweichrouten, doch auch diese stehen unter Druck. In der vergangenen Woche wurden saudische Öltanker angegriffen, die über das Rote Meer aus der Region ausliefen. Wenn weniger Öl für Käufer verfügbar ist, steigen die Preise – und mit ihnen die Kosten für Benzin und Diesel.

Der erneute Preissprung bei Öl fällt in eine Phase, in der die Inflation stärker zurückgeht, als viele Ökonominnen und Ökonomen erwartet hatten. Nun gehen Händlerinnen und Händler davon aus, dass der Preisdruck wieder zunimmt: Daten der CME Group zeigen, dass sie inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 36 Prozent auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung wetten.

Höhere Zinsen helfen, die Inflation zu dämpfen. Zugleich können sie die Wirtschaft bremsen, weil Kredite für europäische Haushalte und Unternehmen teurer werden.

Obwohl die Ölpreise einen Teil ihrer kräftigen Juli-Gewinne wieder abgegeben haben, bleibt die weitere Entwicklung äußerst unsicher.

Weitere Quellen • AP

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