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Aktien fallen: Chipwerte geraten unter starken Verkaufsdruck

Finanzmärkte (Archivbild)
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Dienstagmorgen um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Chipwerte gerieten wegen Zweifeln am KI-Boom massiv unter Druck.

Der Handel wurde vorübergehend ausgesetzt, nachdem der Kospi auf den niedrigsten Stand seit April gefallen war. Auslöser waren starke Kursverluste bei den Chipkonzernen Samsung Electronics und SK Hynix.

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Im nachbörslichen Handel lag der Kospi 10,5 Prozent im Minus bei 6.051,19 Punkten. Samsung-Aktien brachen um zwölf Prozent ein, Titel von SK Hynix verloren 12,7 Prozent.

Analysten sehen vor allem die wachsende Konkurrenz durch chinesische KI-Start-ups und Chipproduzenten als Grund für den Ausverkauf bei KI-Werten. Viele weltweit tätige Unternehmen haben dank des KI-Booms starke Kursgewinne verbucht – nun fürchten Anleger, dass diese Zuwächse unter Druck geraten.

Dass der Kurs des chinesischen Speicherchip-Herstellers CXMT beim Börsendebüt am Montag um 466 Prozent nach oben schoss, verstärkte diese Sorgen zusätzlich. CXMT nahm bei seinem Börsengang an der technologieorientierten STAR-Börse in Shanghai mindestens 8,6 Milliarden Dollar ein, umgerechnet rund 7,6 Milliarden Euro.

Auch die meisten anderen asiatischen Börsen gaben nach. In Tokio verlor der Nikkei 225 vier Prozent und fiel auf 62.350,18 Punkte. Der Taiex in Taiwan rutschte um 3,9 Prozent ab. In Hongkong sank der Hang-Seng-Index leicht um 0,1 Prozent auf 25.178,21 Zähler, der Shanghai Composite büßte ein Prozent auf 3.820,52 Punkte ein.

In Australien setzte sich der Leitindex S&P/ASX 200 vom regionalen Trend ab und legte um 0,6 Prozent auf 8.944,40 Punkte zu.

An den Rohstoffmärkten setzten die Ölpreise ihre Talfahrt fort. Die USA und Iran verzichteten bereits den dritten Tag in Folge auf Angriffe.

Vertreter aus dem Nahen Osten berichteten, Vermittler hätten Fortschritte erzielt, um beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

Die Nordsee-Sorte Brent, der internationale Referenzpreis, gab um 0,8 Prozent auf 85,16 Dollar je Barrel nach. Die US-Referenzsorte WTI verlor 0,9 Prozent und kostete zuletzt 81,86 Dollar je Barrel.

An der Wall Street schlossen die Kurse am Montag uneinheitlich. Der breite S&P-500-Index legte um weniger als 0,1 Prozent zu, der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,5 Prozent. Der technologielastige Nasdaq Composite büßte 0,2 Prozent ein und verzeichnete damit den vierten Verlusttag in Folge.

Weitere Quellen • AP

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