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Hochschulstart: Zimmer in Lissabon kosten über 500 Euro, Nachfrage übersteigt Angebot

Hochschulbildung: Zimmer in Lissabon kostet über 500 Euro, Nachfrage größer als Angebot
Hochschulstudium: Zimmer in Lissabon kosten über 500 Euro, Nachfrage übersteigt Angebot Copyright  AP Photo/Armando Franca
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Von Diana Rosa Rodrigues
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Rund 50.000 Studienanfänger:innen bekommen einen Platz an Hochschulen. Für viele, die umziehen, wird Wohnen zum Problem: Zimmer sind rar, Mieten steigen weiter.

Im September beginnt in Portugal das neue Studienjahr. Für Tausende Studierende bringt es neue Herausforderungen. Wer ins Hochschulsystem eintritt, steht sofort vor einer der größten Hürden: der Suche nach einer Unterkunft.

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Nach Angaben der Direção-Geral de Ensino Superior (DGES) erhielten in der ersten Phase des Nationalen Zugangsverfahrens zum Hochschulstudium 49.991 Bewerber einen Studienplatz. Das sind 6.092 mehr als im Vorjahr, ein Zuwachs von 13,9 Prozent.

Viele dieser Studierenden müssen das Elternhaus verlassen, um an einer Hochschule in einer anderen Stadt zu lernen. Die Zahlen zeigen, wie stark sich das auswirkt: Laut dem Immobilienportal Idealista ist die Nachfrage nach Zimmern im zweiten Quartal 2026 um 27 Prozent gestiegen.

Beja verzeichnete laut der Plattform den stärksten Nachfrageanstieg, „ein Plus von 160 Prozent im Jahresvergleich“. Danach folgen Coimbra mit 120 Prozent und Porto mit 104 Prozent – „zwei der größten Märkte des Landes, in denen sich die Nachfrage innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat“. Auch Évora, Viseu und Bragança melden „sehr deutliche Zuwächse“.

In der Hauptstadt Lissabon nahm die Suche nach einem Mietzimmer um 17 Prozent zu.

Nur in Setúbal, Vila Real, Faro, Braga, Castelo Branco und Portalegre ging die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Die Nachfrage steigt, doch das Angebot hält nicht Schritt: Nach Angaben von Idealista ist die Zahl der verfügbaren Zimmer auf dem Markt um elf Prozent gesunken.

„Porto (–43 Prozent) und Coimbra (–48 Prozent) verzeichnen die stärksten Angebotsrückgänge – genau in jenen Märkten, in denen sich die Nachfrage mehr als verdoppelt hat. Das erhöht den Druck auf die Preise in diesen Städten“, heißt es in der Erklärung der Plattform.

Auch in Évora, Lissabon und Leiria verringerte sich das Angebot.

Nachfrage steigt, Preise bleiben relativ stabil

Nach Angaben der Plattform „sind die Zimmermieten in 13 der 20 untersuchten Kommunen gestiegen“, mit den größten Sprüngen in Funchal und Vila Real.

Wer zum Studium nach Lissabon kommt, steht vor einer zusätzlichen Hürde: Die Hauptstadt bleibt die Stadt mit den teuersten Zimmern im Land. Die Medianmiete liegt bei rund 550 Euro im Monat.

Es folgen Funchal mit 500 Euro pro Monat, Porto mit 450 Euro, Ponta Delgada mit 430 Euro und Faro, das die Top fünf mit einem Medianpreis von 420 Euro abschließt.

Zimmer bis zu 300 Euro im Monat gibt es nur in Leiria, Vila Real, Beja, Viseu, Castelo Branco und Portalegre. Am günstigsten sind Guarda und Bragança, mit durchschnittlich 210 beziehungsweise 220 Euro.

Zum Vergleich: Der Bericht vom August des vergangenen Jahres des Observatório do Alojamento Estudantil (Quelle auf Portugiesisch) zeigte, dass ein Zimmer zur Miete in Lissabon damals im Schnitt 500 Euro kostete, mit einem Höchstpreis von 722 Euro. Landesweit lag die durchschnittliche Miete für ein Zimmer im selben Zeitraum bei 416 Euro.

Nicht nur Studierende mieten Zimmer

Universitätsstudierende treiben den Zimmermarkt stark an, doch sie sind längst nicht mehr die Einzigen, die nach einem Zimmer suchen.

In Zeiten steigender Mieten und immer größerer Hürden beim Erwerb von Wohneigentum wächst die Nachfrage nach Zimmern auch in der übrigen Bevölkerung, besonders unter jungen Erwerbstätigen**.**

„Die Daten dieser Analyse zeigen, dass die Zimmervermietung keine Wohnform nur für Studierende ist. Sie wird zunehmend zur bevorzugten Option für junge Menschen in den ersten Berufsjahren – und in manchen Fällen noch länger“, heißt es in der Mitteilung.

„Die aktuelle Lage auf den Mietmärkten der großen Städte macht es vielen alleinstehenden oder getrennt lebenden Menschen schwer, die Kosten für eine eigene Wohnung zu tragen. Ein Zimmer zu mieten ist daher die vorteilhafteste Lösung – und oft die einzige“, heißt es weiter.

Studentenwohnheime decken Nachfrage nicht ab

Ein Zimmer auf dem privaten Markt zu mieten ist eine Möglichkeit für Studienanfänger, doch es gibt auch öffentliche und private Studentenwohnheime. Ihr Angebot reicht jedoch bei weitem nicht aus.

Nach den jüngsten Zahlen des Berichts „Purpose Built Student Accommodation“ (PBSA) der Immobilienberatung CBRE stehen in öffentlichen und privaten Studentenwohnheimen 27.700 Betten zur Verfügung. Im vergangenen Studienjahr lebten 147.000 portugiesische Studierende fern ihres Heimatortes, dazu kamen 80.000 ausländische Studierende. Die Daten weisen damit auf ein Defizit von mehr als 100.000 Betten in Studentenwohnheimen hin.

Im Juni 2026 schätzte der Plano Nacional para o Alojamento no Ensino Superior (PNAES), dass es in Wohnheimen öffentlicher Hochschulen 17.974 Betten für Studierende gibt.

Um jungen Menschen bei der Suche nach einem Zimmer zu helfen, hat die DECO Proteste eine Plattform gestartet (Quelle auf Portugiesisch). Sie zeigt, welche Hochschulen Wohnraum anbieten und welche Kommunen im Land Unterkünfte für Studierende oder spezielle Förderprogramme für auswärtige Studierende bereithalten.

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