Die US-Mint bringt eine 2026er Ein-Dollar-Münze mit Präsident Donald J. Trump heraus – erstmals erscheint ein amtierender Präsident auf Umlaufgeld. Die Münzen sind bereits im Umlauf, Rollen und Säcke gibt es ab Mittag Ostküstenzeit zu kaufen.
Auf einer neuen US-Dollar-Münze ist nun das Porträt des amtierenden Präsidenten zu sehen.
Die US-Münzanstalt hat am Donnerstag bestätigt, dass der „golden dollar“ mit dem Abbild von US-Präsident Donald Trump ausgeliefert wird. Sie ruft die Bevölkerung auf, ihr Kleingeld zu prüfen. Sammlerinnen und Sammler können die Münze in Rollen und Beuteln erwerben, die ausschließlich über die eigenen Vertriebskanäle der Behörde angeboten werden.
Eine Rolle mit 25 Münzen kostet 61 Dollar, ein Beutel mit 100 Stück 154,50 Dollar.
Im Alltag braucht es allerdings Geduld, um ein Exemplar im Wechselgeld zu finden. Dollarmünzen haben sich bei US-Kundinnen und -Kunden nie wirklich durchgesetzt und sind deutlich seltener im Umlauf als Banknoten.
Zudem gibt es ein weiteres Detail für Sammler: Die US-Münzanstalt hat am 4. Juli 250.000 Stück mit einer speziellen „July 4th“-Markierung geprägt, die über die Rollen und Beutel verteilt sind.
Die Münze enthält trotz ihrer goldenen Farbe kein echtes Gold. Sie besteht zu 88,5 Prozent aus Kupfer; hinzu kommen kleinere Anteile von Zink, Mangan und Nickel.
Geprägt wurde die Münze in Philadelphia; sie trägt kein Münzzeichen.
Chefgraveur Joseph Menna entwarf die Vorderseite nach einem offiziellen Foto aus dem Weißen Haus. Sie zeigt Trump fast frontal, unterhalb der Inschriften „LIBERTY“, „IN GOD WE TRUST“ und dem Doppeldatum 1776/2026.
Die Rückseite zeigt das Präsidialsiegel, das der frühere Chefgraveur Frank Gasparro ursprünglich modellierte. Auf dem Schild des Adlers steht nun zusätzlich die Zahl 250 als Hinweis auf den 250. Jahrestag der Staatsgründung.
Für dieses Vorgehen gibt es ein, wenn auch nur bedingt passendes, historisches Vorbild.
Calvin Coolidge war 1926 zusammen mit George Washington auf einer halben Dollar-Münze zum 150. Unabhängigkeitsjubiläum abgebildet und gilt damit als erster lebender Präsident auf einer US-Münze.
Dabei handelte es sich jedoch um eine Gedenkprägung, nicht um eine Münze für den täglichen Zahlungsverkehr. Die rechtliche Grundlage dafür, nun eine Trump-Münze in Umlauf zu bringen, ist umstritten.
US-Recht verbietet im Grundsatz Porträts lebender Personen auf Umlaufmünzen. Die Regierung beruft sich auf den „Circulating Collectible Coin Redesign Act of 2020“, ein Gesetz, das Trump in seiner ersten Amtszeit unterzeichnete. Es erlaubt im Jahr 2026 Ein-Dollar-Münzen mit Motiven, die das Jubiläum symbolisieren.
Auch der Entstehungsprozess des Designs stieß auf Kritik.
Die US-Kommission für Bildende Kunst empfahl ein Porträt im Profil und einen anders gestalteten Adler. Beides setzte die Münzanstalt nicht um. Das Citizens Coinage Advisory Committee, das Münzentwürfe normalerweise prüft, lehnte es außerdem ab, den Entwurf überhaupt zu behandeln.