Die indische Sängerin Asha Bhosle, eine der bedeutendsten Stimmen des Landes und eine äußerst wandlungsfähige Bollywood-Künstlerin, ist gestorben.
Asha Bhosle, eine kulturelle Ikone und eine der bekanntesten indischen Sängerinnen überhaupt, ist im Alter von zweiundneunzig Jahren gestorben.
Ihre Familie bestätigte die Nachricht gestern. Bhosle war in ein Krankenhaus in Mumbai eingeliefert worden, nachdem sie unter starker Erschöpfung und einer Brustinfektion gelitten hatte, und starb dort.
Sie wurde am achten September 1933 in Goar im Bundesstaat Maharashtra geboren und stand schon mit zehn Jahren im Aufnahmestudio. Ihr Talent machte sie in den fünfziger und sechziger Jahren zur bevorzugten Stimme Bollywoods, weshalb sie den Beinamen „Sadi rani“ („unsere Königin“) erhielt. Sie wurde zum Inbegriff des Bollywood-Playback-Gesangs: Sie nahm die Lieder auf, zu denen Schauspielerinnen und Schauspieler später vor der Kamera die Lippen bewegten.
Bhosle nahm mehr als 12.000 Lieder auf und wurde international bekannt durch Aufnahmen mit Künstlern wie Boy George (für den Titel „Bow Down Mister“ von 1991) und mit Gorillaz auf deren Album „The Mountain“ von 2026. Außerdem inspirierte sie Cornershop zu dem Song „Brimful Of Asha“ von 1997. Ein Remix von Fatboy Slim machte das Stück später zu einem großen Nummer-eins-Hit in Großbritannien.
Indiens Premierminister Narendra Modi würdigte Bhosle und nannte sie „eine der prägendsten und vielseitigsten Stimmen, die Indien je hervorgebracht hat“.
„Ihr Tod macht mich tief traurig“, schrieb Modi. „Ihre außergewöhnliche musikalische Laufbahn über viele Jahrzehnte hat unser kulturelles Erbe bereichert und unzählige Herzen auf der ganzen Welt berührt. Sie wird auch künftig Generationen inspirieren, und ihre Lieder werden in den Leben der Menschen weiterklingen.“
Auch der indische Oscar-Preisträger A. R. Rahman gedachte ihr auf Instagram: „Sie lebt für immer in ihrer Stimme und ihrer Ausstrahlung weiter … Was für eine Künstlerin.“
Bhosle prägte nicht nur den Bollywood-Film und die Musikwelt nachhaltig. Sie wurde außerdem zweimal für einen Grammy nominiert und erhielt im Jahr 2000 den renommierten Dadasaheb-Phalke-Preis.