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Trump gegen Algen: Netz spottet über Zaun am Lincoln Memorial Reflecting Pool

Mitarbeiter des National Park Service saugen mit einer Vakuumleitung Wasser ab, um das Becken vor dem Lincoln Memorial zu reinigen.
Wasser aus einer Saugleitung: Mitarbeiter des National Park Service reinigen das Becken des Lincoln Memorial Reflecting Pool. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Im Lincoln Memorial-Teich scheitert Trumps Regierung am Algenbefall. Kritiker sehen darin ein Sinnbild seiner Amtszeit, online hagelt es Spott.

Die Panne rund um den Lincoln Memorial Reflecting Pool ist für Donald Trump zu einer unerwünschten Ablenkung geworden. Seine jüngste Reaktion darauf löst im Netz scharfe Kritik aus – viele Kommentare gehen viral.

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Trumps Projekt im Wert von 14 Millionen Dollar sollte den rund 2.000 Fuß (gut 600 Meter) langen Pool in Washington, D.C., neu beschichten. Zum 250. Geburtstag der USA sollte das Wasser in einem „amerikanisch flaggenblauen“ Ton schimmern. Doch daraus wurde nichts.

Statt leuchtend blau wurde das Becken innerhalb weniger Tage nach Abschluss der Arbeiten grün. Im Wasser bildeten sich Algen.

Arbeiter begannen daraufhin, Chemikalien in den Pool zu pumpen, um die Algen zu bekämpfen. Doch damit nicht genug: Die Farbe im Becken begann sich abzulösen.

Trump versucht, die Probleme „Vandalen“ in die Schuhe zu schieben. Er behauptete, jemand habe einen 300 Fuß langen Riss in die Poolfolie geschnitten – Belege dafür gibt es nicht.

Auf seiner Plattform Truth Social schimpfte er über „Radical Left Lunatics“ und „Dumocrats“ und schrieb: „Wir hatten große Probleme mit Vandalismus am wunderschönen Reflecting Pool, der zwischen dem Washington Monument und dem Lincoln Memorial liegt. Vor drei Tagen haben sie den Rasen außerhalb des Pools zerstört, außerdem haben sie alles getan, um die gerade erst eingebaute Innenfläche des Pools zu beschädigen.“

Der berühmte Horrorautor Stephen King reagierte auf X mit den Worten: „Niemand vandalisiert den Reflecting Pool, und Trump weiß das. Das ist ein sichtbares Beispiel für seine Korruption – ein Auftrag ohne Ausschreibung an einen Kumpel, gefolgt von explodierenden Kosten und Pfusch am Bau. Klassisch Trump: Ich habe nichts vermasselt, schuld sind meine Feinde.“

Trumps neuester Versuch, das Gesicht zu wahren?

Er lässt die Nationalgarde aufmarschieren, damit niemand Fotos macht, und lässt einen Zaun rund um den Reflecting Pool errichten.

Tatsächlich montieren Arbeiter derzeit einen Kettenzaun um Teile des Wahrzeichens, nachdem Trump über „Pro-Algen-Demonstranten“ geschimpft hat.

Zaun, der den Bereich rund um den Lincoln Memorial Reflecting Pool absichern soll
Zaun, der den Bereich rund um den Lincoln Memorial Reflecting Pool absichern soll AP Photo

Das sorgt im Netz für massenhaft Reaktionen, viele davon viral. Ein Kommentar bringt es so auf den Punkt: „All das nur, weil ein achtzigjähriger Mann nicht zugeben kann, dass er Mist gebaut hat.“

Hier einige der Reaktionen:

Die aktuelle „Vertuschung“ erinnert auch an eine ganz wörtliche: Die Plane, die das Kennedy Center for the Performing Arts verhüllt, hängt immer noch.

In der vergangenen Woche wurde Trumps Name auf richterliche Anordnung vom Kennedy Center entfernt. Um den peinlichen Moment zu überdecken, ließ man eine Plane anbringen, die den Moment der Demütigung verhüllen sollte. Bis heute wurde sie nicht wieder abgenommen.

Einige Kritiker nutzten die Situation kreativ...

Eine Gruppe namens The Lincoln Project Advocacy erkannte das Potenzial dieser „Abdeckung“ und nutzte sie kurzerhand als Projektionsfläche.

Auf die Plane projizierten sie Videoclips von Trump und Jeffrey Epstein sowie Bilder, in denen Trump Blätter mit der Aufschrift „Epstein Files“ zerknüllt – und sie anschließend zu essen scheint.

Die Aufnahmen dazu finden Sie hier:

Bislang ist unklar, wie lange der Zaun um den Lincoln Memorial Reflecting Pool und die Plane an der Fassade des Kennedy Center for the Performing Arts noch stehen bleiben.

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