Peter Cullen ist im Kreis seiner Familie gestorben. Seine Stimme prägte die Popkultur der achtziger Jahre und darüber hinaus.
Der Name mag vielen zunächst wenig sagen, doch seine unverwechselbare Stimme hat eine ganze Kindergeneration geprägt.
Peter Cullen, der aus Kanada stammende Vielsprecher, der mit seinem kraftvollen Bariton dem Autobot-Anführer Optimus Prime in der Zeichentrickserie „Transformers“ der 1980er-Jahre seine Stimme lieh, ist im Alter von fünfundachtzig Jahren gestorben.
„Seine Familie bittet darum, sein außergewöhnliches Vermächtnis zu ehren, indem Sie sich für Ihre Gemeinschaft einsetzen, andere mit Mitgefühl, Integrität und Loyalität anleiten und sich immer daran erinnern: ‚Sei stark genug, um sanft zu sein‘“, hieß es in einer Mitteilung der Angehörigen.
Zur Todesursache machten sie keine Angaben.
Cullen wurde 1941 in Montreal geboren. Er begann seine Laufbahn im kanadischen Radio. In den frühen 1980er-Jahren war er als Synchron- und Sprecherstar sehr gefragt und arbeitete an Zeichentrickserien wie „The Smurfs“, „Scooby-Doo and Scrappy-Doo“ und „Spider-Man and His Amazing Friends“, in der er Bruce Banner und den Hulk sprach.
Seine Stimme war in vielen der bekanntesten Trickserien des Jahrzehnts zu hören, darunter „Voltron“, „Alvin and the Chipmunks“, „The Real Ghostbusters“, „Teenage Mutant Ninja Turtles“, „Dungeons & Dragons“, „G.I. Joe“ und „DuckTales“.
Seine Paraderolle wurde „Transformers“. Cullen sprach Optimus Prime auch in der Zeichentrick-Verfilmung von 1986, The Transformers: The Movie. Ab 2007 kehrte er für Michael Bays Realfilm-Reihe „Transformers“ immer wieder in die Rolle zurück und blieb bis „Transformers: Rise of the Beasts“ von 2023 die Stimme von Prime.
Als Cullen die Beschreibung des heroischen Autobot-Anführers las, dachte er an seinen älteren Bruder, der als US-Marine im Vietnamkrieg diente.
„Er war mein Held, und er war ganz klar die Vorlage für diese Figur“, erzählte Cullen. „Ich habe im Grunde nur Larry imitiert. In meinem Kopf lebt er bis heute weiter, denn jedes Mal, wenn ich Prime spreche, ist mein Bruder Larry da.“
Zu den weiteren Höhepunkten seiner langen Karriere gehört die Stimme der Titelfigur im Film „Predator“ von 1987. Außerdem sprach er Eeyore in zahlreichen „Winnie-the-Pooh“-Produktionen, darunter Disneys TV-Serie „The New Adventures of Winnie the Pooh“, die von 1988 bis 1991 lief, sowie in Filmen wie The Tigger Movie (2000), Piglet's Big Movie (2003) und Pooh's Heffalump Movie (2005).
Im Jahr 2023 erhielt Cullen den Ehrenpreis für sein Lebenswerk bei den Children’s and Family Emmy Awards.
Cullen hinterlässt seine vier Kinder Angus, Claire, Pilar und Clay.
Ruhe in Frieden, Peter Cullen 1941–2026