Am 17. September haben heftige Gewitter mit Starkregen den Osten Spaniens überzogen. In Teilen der Regionen Valencia und Katalonien standen Straßen unter Wasser, Autos wurden überschwemmt und der öffentliche Verkehr geriet durcheinander.
In der Provinz Valencia registrierte das meteorologische Netzwerk Avamet in mehreren Gemeinden innerhalb von nur 30 Minuten mehr als 70 Millimeter Regen. Behörden sprachen von seltenen Niederschlagsmengen. Die Notdienste verzeichneten 478 Einsätze, meist wegen Schäden an Gebäuden, Wassereinbrüchen und Problemen im Straßenverkehr.
In Moncada nahe Valencia pumpten Katastrophenschutzkräfte Wasser aus einem überfluteten Supermarkt. Die Feuerwehr rückte in der gesamten Provinz zu Hunderten weiterer Einsätze aus. Die Metro in Valencia stellte den Betrieb vorübergehend ein, der Flughafen der Stadt blieb mehrere Stunden geschlossen. Zwölf Flüge mussten ausweichen, bevor der Betrieb wieder anlief.
In Katalonien gingen mehr als 850 Notrufe im Zusammenhang mit dem Unwetter ein. Die Einsatzkräfte mussten über 500 Vorfälle abarbeiten, darunter überflutete Unterführungen, versunkene Fahrzeuge und Wasser, das in Gebäude eindrang.
In der Nähe von Olivella, rund 40 Kilometer westlich von Barcelona, bargen Retter die Leiche eines Mannes, dessen Auto ein stark angeschwollener Bach mitgerissen hatte. Die katalanische Feuerwehr und die Mossos d’Esquadra bestätigten, dass es sich um den Fahrer handelte, und korrigierten frühere Meldungen, nach denen eine Frau vermisst wurde.
Der Wetterdienst AEMET hatte vor den heftigen Regenfällen gewarnt und zeitweise eine rote Alarmstufe für die Küste bei Barcelona ausgerufen. Auch der katalanische Wetterdienst warnte vor örtlich ergiebigen Schauern. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich von Bächen und Schluchten fernzuhalten, während die Einsatzkräfte unterwegs waren.
Die Unwetter trafen Spanien nach dem bislang heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.