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„Gefahr für die Region“: EU und Unicef schicken 100 Tonnen Hilfe in DR Kongo

Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung von Bunia desinfiziert den Zentralmarkt. Die Provinz Ituri kämpft weiter gegen einen Ebola-Ausbruch. Bunia, Kongo, 23. Mai 2026.
Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bunia desinfiziert den Zentralmarkt, während die Provinz Ituri weiter gegen einen Ebola-Ausbruch kämpft. Bunia, Kongo, 23. Mai 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Lucy Davalou & Emma De Ruiter & AP
Zuerst veröffentlicht am
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Für das Bundibugyo-Virus gibt es noch keine Impfstoffe oder Therapien. Die EU stellt mit der WHO sieben Komma vier Millionen Euro bereit, um Impfstoffe und Behandlungen zu entwickeln und klinische Studien zu beschleunigen.

Die Europäische Union und Unicef haben 100 Tonnen Hilfsgüter in die Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo geschickt, um den Einsatz gegen Ebola zu unterstützen.

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Unicef erklärte, die Lieferung umfasse unentbehrliche Arzneimittel sowie Material zur Infektionsprävention und -kontrolle. An Bord sind außerdem persönliche Schutzausrüstung, Mittel zur Behandlung von Cholera und Malaria, Hochleistungszelte und weiteres technisches Gerät.

Die Hilfsgüter sind am Montag vom belgischen Lüttich aus gestartet. Sie sollen rund 100.000 vom Ausbruch betroffene Menschen versorgen.

Nach Angaben der EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und -management, Hadja Lahbib, kommt die Unterstützung auch der breiteren Bevölkerung zugute. Insgesamt seien etwa fünf Millionen Menschen weitgehend auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter rund eine Million Vertriebene, die sich auf etwa 60 Lager verteilen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den jüngsten Ausbruch der durch das Bundibugyo-Virus verursachten Ebola-Erkrankung am 17. Mai als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft.

Kommissarin Lahbib warnte, dieser Ausbruch stelle eine Gefahr für die Region, für das Land selbst und für die Nachbarstaaten dar.

Derzeit gibt es weder Impfstoffe noch Behandlungen gegen das Bundibugyo-Virus. Die EU steuert jedoch 7,4 Millionen Euro zu einem Forschungs- und Entwicklungsplan bei, den sie gemeinsam mit der WHO auflegt. Damit sollen Impfstoffe und Therapien entwickelt und klinische Studien beschleunigt werden.

Nach Angaben der Kommission stimmt die EU ihre Maßnahmen zur Prävention und Vorsorge mit den Africa Centres for Disease Control and Prevention und der Weltgesundheitsorganisation ab. Hinzu kommt eine enge Abstimmung mit den EU-Mitgliedstaaten über den Health Security Committee (HSC).

Seit dem ersten dokumentierten Ausbruch im Jahr 1976 hat die Demokratische Republik Kongo 17 Ebola-Ausbrüche erlebt. Neun davon traten in den vergangenen 16 Jahren auf.

Die Krankheit verbreitet sich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Patientinnen und Patienten mit Symptomen. Nach Einschätzung des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten bleibt das Risiko einer Übertragung auf Menschen in der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum gering.

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