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Studie: Bis 2036 trifft Unfruchtbarkeit 80 Mio. Frauen, stärkster Anstieg ab 35

Prognose bis 2036: 80 Millionen Frauen leiden unter Unfruchtbarkeit
Unfruchtbarkeit bei Frauen: Zahl könnte bis 2036 auf 80 Millionen steigen Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Neue Studie: Bis zum nächsten Jahrzehnt könnte weibliche Unfruchtbarkeit weltweit fast 80 Millionen Fälle erreichen – getrieben von später Mutterschaft.

Infertilität hat in den vergangenen Jahren zugenommen, besonders bei Frauen zwischen 35 und 49 Jahren. Darauf weist neue Forschung hin, die in The Lancet (Quelle auf Englisch) erschienen ist.

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Bis 2036 dürfte die Zahl der unfruchtbaren Frauen in dieser Altersgruppe auf fast 80 Millionen steigen – ein deutlicher Anstieg gegenüber rund 53,6 Millionen im Jahr 2023. Am stärksten wird der Zuwachs bei Frauen zwischen 35 und 39 Jahren erwartet.

Die Autorinnen und Autoren führen das vor allem auf altersbedingte Rückgänge der Eizellreserve und der Befruchtungsfähigkeit zurück. Das senkt die Fruchtbarkeit, erhöht das Fehlgeburtsrisiko und verringert die Erfolgschancen assistierter Reproduktionstechniken.

„Mit der alternden Bevölkerung und tiefgreifenden sozioökonomischen Veränderungen steigt die Zahl der Frauen, die einem Unfruchtbarkeitsrisiko im höheren Alter ausgesetzt sind – und damit wächst auch die Bedeutung dieses Themas für die öffentliche Gesundheit“, schreiben sie.

Für ihre Analyse nutzten chinesische Forschende Daten der Global-Burden-of-Disease-Studie 2023, die 204 Länder und Regionen im Zeitraum von 1990 bis 2023 erfasst. Demnach hat Unfruchtbarkeit besonders stark in höher entwickelten Staaten zugenommen.

Warum die Fallzahlen steigen

In vielen Ländern mit mittlerem Einkommen und in schnell wachsenden Volkswirtschaften tritt Unfruchtbarkeit immer häufiger auf. Mehrere gesellschaftliche und demografische Veränderungen greifen dort gleichzeitig.

Menschen heiraten später und versuchen später, Kinder zu bekommen. Mehr Frauen Ende dreißig und Anfang vierzig wünschen sich noch eine Schwangerschaft. Zudem führt ein größeres Bewusstsein für Fruchtbarkeitsprobleme dazu, dass mehr Paare Hilfe suchen.

In vielen dieser Länder bleiben Fruchtbarkeitstests und Behandlungen jedoch teuer, begrenzt oder schwer zugänglich. Die Nachfrage nach medizinischer Betreuung steigt also deutlich schneller als das Angebot.

Nach Ansicht von Rocío Núñez Calonge, Biologin und Fruchtbarkeitsexpertin, die nicht an der Studie beteiligt war, lässt sich der Anstieg der Unfruchtbarkeit bei älteren Frauen aber nicht allein durch ein größeres Angebot an assistierten Reproduktionstherapien auffangen.

„In Ländern wie Spanien müssen wir auch die sozialen Faktoren angehen, die zu einem späteren Kinderwunsch beitragen – insbesondere Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der wirtschaftlichen Sicherheit und der institutionellen Unterstützung früher Mutterschaft“, sagte sie.

Unfruchtbarkeit betrifft zudem nicht nur Frauen. Es wird geschätzt (Quelle auf Englisch), dass etwa eine von sechs Personen weltweit im Laufe ihres Lebens darunter leiden wird und zwischen acht und zwölf Prozent der Paare im reproduktiven Alter diese Erfahrung machen.

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