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Ebola im Kongo: Zahl der Toten steigt auf 600, Verdachtsfälle in neuer Provinz

Im Evangelical Medical Center in Bunia im Osten Kongos beraten sich Gesundheitskräfte am Freitag, dem dritten Juli 2026, wo klinische Ebola-Studien geplant sind.
Im Evangelical Medical Center in Bunia im Osten des Kongo tauschen sich am Freitag, dem dritten Juli 2026, Gesundheitskräfte aus; dort sind Ebola-Studien geplant. Copyright  AP Photo/Dirole Lotsima Dieudonne
Copyright AP Photo/Dirole Lotsima Dieudonne
Von Marta Iraola Iribarren mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Auch bislang verschonte Regionen im Kongo melden Verdachtsfälle von Ebola. Der Ausbruch eilt den Hilfen davon, medizinisches Personal streikt wegen ausbleibender Löhne.

In bislang verschonten Regionen der DR Kongo sind neue Verdachtsfälle von Ebola aufgetreten. Das teilte die Regierung mit. Die Zahl der Toten im jüngsten Ebola-Ausbruch des Landes ist auf 600 gestiegen. Bestätigt sind inzwischen 1.759 Erkrankungen.

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Im jüngsten Bericht der Regierung ist von zwei Verdachtsfällen in Kisangani die Rede. Die Stadt liegt in der Provinz Tshopo im Nordzentrum des Landes, an der Grenze zu Ituri. In Kisangani selbst waren zuvor keine Fälle aufgetreten, obwohl der Ausbruch in Ituri seinen Ursprung nahm.

Einer der beiden Verdachtsfälle steht demnach mit der Gesundheitszone Nia-Nia in Ituri in Verbindung. Der andere Fall weist keinen erkennbaren geografischen Bezug zu bekannten Ausbrüchen auf, heißt es in dem Bericht.

Nach Angaben von Anne Ancia, der WHO-Vertreterin im Kongo, breitet sich das Virus weiter aus. Gründe seien Bevölkerungsbewegungen und die unsichere Lage. Einige Behandlungszentren seien bereits fast ausgelastet.

Gesundheitspersonal protestiert gegen ausbleibende Löhne

Hinzu kommt: In Ituri berichten mehrere Beschäftigte im Gesundheitswesen, sie hätten seit Ausrufung des Ausbruchs kein Gehalt erhalten.

„Seit der Ausrufung des Ebola-Ausbruchs fordern wir die Bezahlung unserer Arbeit“, sagte Biensi Kano, Mitglied des Komitees für epidemiologische Überwachung in Bunia, der Provinzhauptstadt von Ituri, der Nachrichtenagentur AP.

Die ausbleibenden Zulagen setzen uns und unsere Familien erheblichen sozioökonomischen Schwierigkeiten aus und verschlechtern unsere Lebensbedingungen massiv, so Kano.

Das Personal im Gesundheitswesen klagt zudem über mangelnde Ausrüstung und darüber, von Behörden und Einsatzteams unfair behandelt zu werden.

Die Regierung des Kongo reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Verantwortliche in Ituri erklärten jedoch, sie hätten mit den Beschäftigten gesprochen und nähmen ihre Sorgen auf.

„Die Schließung des Flughafens von Bunia erschwert die Umsetzung der gesamten Einsatzstrategie, insbesondere den Geldfluss“, sagte Akilimali Pierre, Einsatzleiter am Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit des Kongo, der Agentur AP. Das sei ein Grund für die Verzögerung bei den Zahlungen.

Die Helferinnen und Helfer sehen sich zudem weiteren Problemen ausgesetzt, von Angriffen wütender Anwohner bis hin zu Misstrauen gegenüber dem Virus selbst.

Die kongolesischen Behörden riefen den Ebola-Ausbruch am 15. Mai aus, nachdem sich die Krankheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge wochenlang unbemerkt verbreitet hatte.

Der aktuelle Ausbruch geht auf das seltene Bundibugyo-Virus zurück. Dagegen gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine anerkannte Therapie. Forschende haben vergangene Woche eine mit Spannung erwartete klinische Studie gestartet, in der sie eine Behandlung für das Virus testen wollen.

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