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Studie: Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich senken Risiko für psychische Erkrankungen

Maßvoller Kaffeekonsum senkt Risiko für psychische Erkrankungen.
Studie: Mäßiger Kaffeekonsum senkt Risiko für psychische Erkrankungen Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Neue Studie: Maßvoller Kaffeekonsum senkt deutlich das Risiko für Depressionen und andere psychische Störungen, laut Forschenden.

Könnte täglicher Kaffeekonsum die psychische Gesundheit schützen? Eine neue Studie legt nahe, dass ein maßvoller Genuss das Risiko für psychische Erkrankungen senken kann.

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Die im Journal of Affective Disorders (Quelle auf Englisch) veröffentlichte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis: Besonders bei Männern scheint der Konsum von etwa zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag der Psyche gutzutun.

Wer dagegen fünf oder mehr Tassen täglich trinkt, hat demnach ein höheres Risiko für psychische Störungen.

Das Forschungsteam wertete Daten von mehr als 460.000 Teilnehmenden aus der UK Biobank aus. Diese große Langzeitstudie umfasst Menschen im Alter von vierzig bis neunundsechzig Jahren. So wollten die Forschenden klären, wie der tägliche Kaffeekonsum mit verschiedenen psychischen Erkrankungen zusammenhängt.

Die Teilnehmenden gaben an, wie viel Kaffee sie täglich trinken und welche Sorten sie bevorzugen, etwa entkoffeinierten, Instant- oder Filterkaffee. Anschließend verfolgte das Team ihre Gesundheit im Median über 13,4 Jahre.

In den Daten zeigte sich ein J-förmiger Zusammenhang: Sehr wenig oder sehr viel Kaffee brachte keinen ähnlichen Vorteil wie ein moderater Konsum.

Der Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Stimmungserkrankungen fiel bei Männern ausgeprägter aus, betonen die Autorinnen und Autoren.

„Derzeit wächst das Interesse an der Rolle von Ernährung und Nährstoffen bei der Vorbeugung und Behandlung psychischer Erkrankungen“, schreiben sie.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen mit psychischen Störungen lebt.

Störungen wie Angst und Depression sind der zweitgrößte Grund für langfristige Erwerbsunfähigkeit und führen laut WHO zu einem erheblichen Verlust gesunder Lebensjahre.

Nach Ansicht der Forschenden braucht es dringend vorbeugende Strategien, um der „Pandemie psychischer Erkrankungen“ entgegenzuwirken.

Wie Kaffee der Psyche hilft

Kaffee enthält mehr als tausend bioaktive Stoffe, darunter Koffein, Polyphenole, Melanoidine und Diterpene.

Die Studie legt nahe, dass vor allem die entzündungshemmende Wirkung von Substanzen wie Koffein und Chlorogensäure den geringeren Anteil psychischer Erkrankungen bei moderaten Kaffeetrinkerinnen und -trinkern teilweise erklären könnte.

Koffein entfaltet seine neuroprotektive Wirkung demnach über zwei Mechanismen: Es aktiviert A1R, was mit antidepressiven Effekten in Verbindung gebracht wird, und hemmt A2AR, das stressbedingte Störungen von Nervenzellen begünstigen kann, erläutern die Autorinnen und Autoren.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Koffein bringen Forschende schon länger mit einem geringeren Demenzrisiko und einem langsameren geistigen Abbau in Verbindung.

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