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Novo Nordisk und OpenAI beschleunigen Medikamentenforschung

ARCHIV: Novo-Nordisk-Zentrale in Bagsvaerd, Dänemark, am fünften Februar 2025. (Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP)
ARCHIV: Hauptsitz von Novo Nordisk in Bagsvaerd, Dänemark, aufgenommen am fünf. Februar 2025. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP Copyright  Mads Claus Rasmussen/ Ritzau Scanpix/ ASSOCIATED PRESS
Copyright Mads Claus Rasmussen/ Ritzau Scanpix/ ASSOCIATED PRESS
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Dänischer Pharmakonzern Novo Nordisk kooperiert mit OpenAI, um Künstliche Intelligenz in allen Phasen der Arzneimittelentwicklung einzusetzen.

Novo Nordisk arbeitet künftig mit OpenAI zusammen. So will der dänische Pharmakonzern neue und bessere Behandlungsmöglichkeiten schneller zu Patientinnen und Patienten bringen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

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Durch die Kooperation setzt Novo Nordisk auf fortgeschrittene KI, um komplexe Datensätze zu analysieren, mögliche neue Wirkstoffe zu identifizieren und die Zeit von der Forschung bis zur Verfügbarkeit für Betroffene zu verkürzen.

„Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um Novo Nordisk im kommenden Gesundheitszeitalter an die Spitze zu bringen. Weltweit leben Millionen Menschen mit Adipositas und Diabetes, die auf neue Therapien angewiesen sind. Und wir wissen, dass es noch Behandlungen gibt, die entdeckt werden müssen und ihr Leben verändern könnten“, erklärte Mike Doustdar, Präsident und CEO von Novo Nordisk, in einer Mitteilung zur Zusammenarbeit.

Die wichtigsten Produkte des dänischen Konzerns zielen auf chronische Erkrankungen. Bekannt ist Novo Nordisk vor allem für seine Diabetes- und Abnehmpräparate wie Ozempic und Wegovy.

„Wenn wir KI in unsere tägliche Arbeit integrieren, können wir Datensätze in einem bislang unerreichbaren Umfang auswerten, Muster erkennen, die uns bisher entgangen sind, und Hypothesen so schnell testen wie noch nie“, so Doustdar weiter.

„So entdecken wir neue Therapien und bringen sie deutlich schneller auf den Markt.“

Die Partnerschaft nutzt die Technologie von OpenAI auch, um Prozesse in Produktion, Lieferkette und Distribution effizienter zu machen, ebenso in den zentralen Unternehmensbereichen.

Die Pilotprogramme starten in Forschung und Entwicklung (F&E), in der Herstellung und im kommerziellen Bereich. Bis Ende des Jahres soll die Integration vollständig abgeschlossen sein.

„KI verändert ganze Branchen. In den Biowissenschaften kann sie Menschen helfen, besser und länger zu leben“, sagte Sam Altman, CEO von OpenAI.

„Die Zusammenarbeit mit Novo Nordisk wird das Unternehmen dabei unterstützen, wissenschaftliche Durchbrüche zu beschleunigen, globale Abläufe intelligenter zu steuern und die Zukunft der Patientenversorgung neu zu definieren“, fügte er hinzu.

Im Jahr 2024 hat die Novo-Nordisk-Stiftung gemeinsam mit Nvidia sowie dem dänischen Export- und Investitionsfonds EIFO das Danish Centre for AI Innovation gegründet. Das Zentrum betreibt Gefion – Dänemarks ersten KI-fähigen Supercomputer.

Die Initiative soll Forschung und Innovation in mehreren Bereichen beschleunigen, unter anderem in der Gesundheitsbranche und den Lebenswissenschaften.

Pharmakonzerne investieren zunehmend in KI, um neue Medikamente zu entdecken und zu entwickeln.

Eli Lilly, das mit Novo Nordisk um die Marktführerschaft bei Abnehmpräparaten konkurriert, hat im März 2026 eine Partnerschaft mit Insilico Medicine angekündigt. Ziel ist es, Medikamente zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die mithilfe künstlicher Intelligenz identifiziert wurden.

Die Vereinbarung hat nach Angaben der Unternehmen ein Volumen von bis zu zwei komma sieben fünf Milliarden Dollar (zwei komma drei neun Milliarden Euro). Eli Lilly erhält eine exklusive weltweite Lizenz für Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuartiger oraler Wirkstoffe, die sich für bestimmte Indikationen noch in der präklinischen Entwicklung befinden.

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