Nach Angaben des portugiesischen Staatsfernsehens nahm das Krankenhaus São Francisco Xavier in Lissabon am Montag, den neunzehnten Mai, den ersten Hantavirus-Verdachtsfall auf.
Am Montag ist in der Notaufnahme des Krankenhauses São Francisco Xavier in Lissabon ein erster Verdachtsfall auf Hantavirus gemeldet worden, wie der Sender RTP berichtet.
Nach Angaben der Generaldirektion Gesundheit (DGS) gegenüber dem staatlichen Fernsehsender handelt es sich um eine erwachsene Person mit portugiesischer Staatsangehörigkeit. Sie zeigt grippeähnliche Symptome und war mit dem Flugzeug unterwegs, "im Zusammenhang mit dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff mit bestätigten Fällen".
Die DGS erklärte, alle vorgeschriebenen Schritte seien eingehalten worden. Zunächst wurde der Patient in das Referenzkrankenhaus Curry Cabral verlegt. Dort erfolgte auch ein Test auf COVID-19; das Krankenhaus hatte bereits den ersten Infektionsfall in Lissabon behandelt.
Nach der DGS-Richtlinie zum Umgang mit Verdachtsfällen auf Hantavirus gilt: Auch wenn sich ein Verdacht oder ein wahrscheinlicher Fall im Test als negativ erweist. Betroffene müssen innerhalb der maximalen Inkubationszeit von 42 Tagen nach dem letzten Kontakt zu einem wahrscheinlichen oder bestätigten Fall erneut getestet und entsprechend neu eingestuft werden.
Wie werden Verdachtsfälle eingestuft?
Die DGS-Leitlinien definieren als "Verdachtsfall" jede Person, die sich ein Transportmittel wie Flugzeug oder Schiff mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Hantavirus-Fall geteilt oder dieses besucht hat.
Als Verdachtsfall gilt auch jede Person, die seit dem fünf. April 2026 bis zum Ende der Inkubationszeit von 42 Tagen Kontakt zu einem Passagier oder Besatzungsmitglied des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius hatte. Hinzu kommen Symptome wie akutes Fieber, Muskelschmerzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen oder gastrointestinale beziehungsweise respiratorische Beschwerden.
Länder wie Deutschland, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich oder die USA (Quelle auf Portugiesisch) melden ebenfalls Hantavirus-Fälle und reagieren sehr ähnlich. Sie orientieren sich an den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (Quelle auf Portugiesisch).
Diese Empfehlungen sehen für Hochrisikokontakte eine Quarantäne von sechs Wochen vor, PCR-Tests, engmaschige Überwachung, eingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie einen Sicherheitsabstand von eineinhalb bis zwei Metern.