Frankreichs staatlicher Stromkonzern EDF investiert 80 Millionen Euro in Kühlung für Schulen und Kitas, um sie besser gegen zunehmende Hitzewellen zu schützen.
Die Mittel sollen unterschiedliche Lösungen finanzieren, darunter Ventilatoren, Vernebelungsanlagen, mobile Klimageräte, fest installierte Klimaanlagen und längerfristige bauliche Kühlmaßnahmen für künftige Hitzewellen.
„Angesichts der Hitzewellen, die unser Land treffen, wollten wir konkret handeln: Wir unterstützen Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen dabei, sich sowohl mit kurzfristig verfügbaren Kühllösungen als auch mit nachhaltigen Anlagen auszustatten“, sagte EDF-Chef Bernard Fontana in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung (Quelle auf Englisch).
Die Hälfte der Mittel – 40 Millionen Euro – fließt in schnell einsetzbare Geräte wie Ventilatoren, Vernebelungsanlagen und mobile Klimageräte. Pro Einrichtung finanziert EDF höchstens zehn Geräte. Die übrigen 40 Millionen Euro sind für strukturelle Maßnahmen vorgesehen, etwa für reversible Luft-Luft-Wärmepumpen.
Frankreich hat immer häufiger mit extremer Hitze zu kämpfen. Sie bringt den öffentlichen Dienst zunehmend aus dem Takt, vor allem das Bildungssystem, in dem viele Schulen den Unterricht kaum noch aufrechterhalten können.
Lehrergewerkschaften riefen das Bildungspersonal am Donnerstag dazu auf, „von seinem Streikrecht Gebrauch zu machen, wo nötig, um gegen die ausbleibende Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu protestieren“, bei Temperaturen von über 30 °C und mancherorts mehr als 40 °C.
„Das Personal kämpft im wörtlichen wie im übertragenen Sinne darum, den öffentlichen Bildungsservice allein und unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten“, erklärten die Gewerkschaften in einer gemeinsamen Stellungnahme (Quelle auf Englisch)am Donnerstag.
Sie warnten zudem, das staatliche Bildungssystem sei nach wie vor „offenkundig unvorbereitet“ auf Hitzewellen, die infolge des Klimawandels immer häufiger und intensiver werden.