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WHO-Studie: hohes Ebola-Risiko für Südsudan

Eine Gesundheitsmitarbeiterin misst in einer provisorischen Klinik am Grenzübergang Mpondwe zwischen Uganda und der DR Kongo die Temperatur einer Person.
Eine Gesundheitsmitarbeiterin misst an einer provisorischen Klinik am Grenzübergang Mpondwe zwischen Uganda und der DR Kongo die Temperatur eines Menschen. Copyright  AP Photo/Hajarah Nalwadda
Copyright AP Photo/Hajarah Nalwadda
Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Laut einer am Donnerstag veröffentlichten WHO-Modellstudie liegt die Chance, dass Ebola Südsudan erreicht, bei 70 Prozent. Forschende sehen die Vorbereitung des Landes auf eine wirksame Reaktion als dringendste Priorität.

Mit über 1.000 bestätigten Fällen und mehr als 260 Todesopfern hat sich der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo bereits auf das Nachbarland Uganda ausgebreitet. Nun schätzt die WHO auf Grundlage einer Modellierungs-studie (Quelle auf Englisch), die in „The Lancet“ veröffentlicht wurde, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Ausbruch auch den Südsudan erreicht.

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Die seltene Variante Bundibugyo-Ebolavirus hat Uganda bereits erreicht. Dort meldeten die Behörden 20 bestätigte Infektionen, zwei bestätigte Todesfälle und einen wahrscheinlichen weiteren Todesfall.

Als nächstes gilt der Südsudan als besonders gefährdet. Forschende warnen, das Land verfüge über „eine der schwächsten öffentlichen Gesundheitsstrukturen in der Region“. Genannt werden Defizite bei Fallmanagement, Kontaktverfolgung, sicheren Bestattungen und der Überwachung der Grenzen.

„Der Südsudan muss die Infektionsprävention und -kontrolle, die Fähigkeit zu schneller Reaktion und die grenzüberschreitende Überwachung weiter stärken“, so die Forschenden.

Die anderen Nachbarstaaten Ruanda und Burundi gelten dagegen weiterhin als vergleichsweise gering gefährdet.

„Solange es keinen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm gibt, sollten die Nachbarländer jetzt Gesundheitsmaßnahmen umsetzen, etwa Grenzkontrollen, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungspraktiken“, mahnen die Autorinnen und Autoren und fordern die Behörden auf, ihre Reaktion zu verstärken.

Die Forschenden gehen zudem davon aus, dass sich der Ausbruch zunächst in Gemeinden einer Region ausbreitete, die bereits durch Konflikte, Vertreibungen und einen eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung destabilisiert ist, und dass er bis Anfang April 2026 unentdeckt blieb. Das war rund sechs Wochen, bevor die WHO die Epidemie offiziell identifizierte und einen Gesundheitsnotstand ausrief.

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