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Kurze Pausen vom Sitzen senken Sterberisiko durch Krebs, zeigt Studie

Kurze Sitzpausen senken Sterberisiko durch Krebs
Kurze Sitzpausen senken Sterberisiko durch Krebs Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
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Kurze Bewegungspausen im Sitzen senken laut neuer Studie das Risiko, an Krebs zu sterben, deutlich.

Unter sitzendem Verhalten verstehen Fachleute Tätigkeiten mit sehr geringem Energieverbrauch. Dabei sitzen, liegen oder halb liegen Menschen mindestens 30 Minuten. Dieses Verhalten steht in Zusammenhang mit nachteiligen Gesundheitseffekten.

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Menschen, die besonders lange am Stück sitzen, haben ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu sterben. Zudem erkranken sie häufiger an Krebs insgesamt, an Adipositas-assoziierten Tumoren und an Krebsarten, die mit Typ‑2‑Diabetes zusammenhängen. Das zeigt eine Studie im Fachjournal PLOS Medicine (Quelle auf Englisch).

Mit jeder weiteren Stunde, die jemand ununterbrochen sitzt, steigt das Risiko, an Krebs zu sterben, um zehn Prozent, berichten die Forschenden.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Wer sich bewegt – etwa bei einem Spaziergang, bei Hausarbeit oder beim Joggen –, kann dieses Risiko senken.

Wenn Menschen eine Stunde Sitzen durch leichte körperliche Aktivität ersetzen – zum Beispiel Hemden bügeln, Geschirr spülen oder spazieren gehen –, sinkt ihr Krebssterberisiko um zwölf Prozent. Reduziert jemand die Sitzzeit um 30 Minuten und macht dafür mäßig anstrengende Bewegung wie Wischen oder zügiges Gehen, geht das Risiko um acht Prozent zurück. Schon fünf Minuten intensiver Aktivität, etwa Laufen oder Basketballspielen, senken es um 22 Prozent.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die gesundheitlichen Folgen von sitzendem Verhalten nicht nur an der gesamten Sitzzeit entscheiden. Wichtig ist auch, ob diese Zeit in langen Blöcken anfällt oder regelmäßig durch Bewegung unterbrochen wird“, erklären die Autorinnen und Autoren.

Sie verweisen darauf, dass frühere Studien gezeigt haben: Wenn Menschen langes Sitzen immer wieder mit kurzen Aktivitätsphasen unterbrechen, reagiert der Stoffwechsel günstiger, als wenn sie ohne Pause sitzen bleiben.

„Aktuelle Gesundheitsleitlinien betonen vor allem moderaten oder intensiven Sport, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass leichte Bewegung nicht unterschätzt werden sollte“, schreiben sie.

Hohe Sitzanteile im Alltag

Laut den Autorinnen und Autoren verbringen Kinder wie Erwachsene rund 55 Prozent ihrer Wachzeit mit sitzendem Verhalten – das geht aus Selbstauskünften hervor.

Die Weltgesundheitsversammlung hat 2018 ein globales Ziel beschlossen: Bis 2030 soll körperliche Inaktivität im Vergleich zu 2010 um 15 Prozent sinken.

Doch die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass viele Staaten deutlich zurückliegen und Millionen Erwachsene weltweit die empfohlenen Bewegungswerte nicht erreichen.

Nach WHO-Prognosen aus dem Jahr 2024 wird körperliche Inaktivität weiter zunehmen, wenn der Trend anhält. Bis 2030 könnte der Anteil auf 35 Prozent steigen.

Weltweit sind Frauen häufiger körperlich inaktiv als Männer: 34 Prozent gegenüber 29 Prozent. Menschen über 60 bewegen sich zudem weniger als jüngere Erwachsene. Deshalb ist es besonders wichtig, körperliche Aktivität auch im höheren Alter gezielt zu fördern.

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