Das Louvre in Paris plant ein aufwendiges Restaurierungsprojekt: Gemälde des flämischen Meisters Peter Paul Rubens sollen vor dem Verfall bewahrt werden.
Rund vierundzwanzig Werke des flämischen Meisters Peter Paul Rubens sollen grundlegend restauriert werden, um ihre visuelle Strahlkraft zurückzugewinnen.
Restauratorinnen und Restauratoren im Pariser Louvre übernehmen das ehrgeizige Projekt. Sie wollen die leuchtenden Farben der Gemälde zurückholen, die über die Jahrhunderte durch oxidierte Firnisse stark nachgedunkelt sind.
Zu den Werken, die überarbeitet werden, gehört eines von Rubens’ größten Meisterwerken: Der Maria-de-Medici-Zyklus. Er erzählt das Leben der französischen Königin, von ihrer Geburt in Florenz bis zu ihrem politischen Wirken in Frankreich.
Nach Angaben von Sébastien Allard, Direktor der Gemäldesammlung des Louvre, befindet sich das Werk aus zwei Gründen in einem kritischen Erhaltungszustand. „Zum einen sind die Firnisse extrem oxidiert. Es liegt wie ein gelblicher Schleier über dem Bild, der die Kraft von Rubens’ Farben nimmt. Diese Schicht müssen wir deutlich zurücknehmen.“
Neben der Verfärbung der Oberfläche haften einige Gemälde nicht mehr vollständig auf der Leinwand. Dadurch steigt die Gefahr, dass sich Farbschichten ablösen.
„Bereits vor rund zehn Jahren haben wir strukturelle Probleme festgestellt“, so Allard. „Bei einigen Bildern löst sich die Malschicht vom Träger und droht abzuplatzen. Für uns war klar: Wir müssen eingreifen.“
Besucherinnen und Besucher haben keinen Zugang zur Restaurierungswerkstatt. Ausgewählte Werke sollen jedoch immer wieder ausgestellt werden, um den Fortschritt zu zeigen und Rubens’ ursprüngliche Farbigkeit sichtbar zu machen.
Das Projekt beginnt im Herbst und soll rund vier Jahre dauern.